Stadtverordnetenversammlung konstituiert sich

Erste Sitzung in Witzenhausen: Bewährter Magistrat, jüngeres und weiblicheres Parlament

Der neue Magistrat: Die neuen Stadträte (mit Blumensträußen, von links) Harald Geyer (SPD), der neue Erste Stadtrat Reiner Winkler (SPD), Michael Craciun (CDU), Bürgermeister Daniel Herz, Corinna Bartholomäus (Grüne), Georg Gries (SPD), Axel Demandt (FWG), Hans Spinn (AfW) und Walter Wilhelm (CDU, im roten Pullover).
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Der neue Magistrat: Die neuen Stadträte (mit Blumensträußen, von links) Harald Geyer (SPD), der neue Erste Stadtrat Reiner Winkler (SPD), Michael Craciun (CDU), Bürgermeister Daniel Herz, Corinna Bartholomäus (Grüne), Georg Gries (SPD), Axel Demandt (FWG), Hans Spinn (AfW) und Walter Wilhelm (CDU, im roten Pullover).

Viele Veränderungen gab es in der konstituierenden Sitzung der Witzenhäuser Stadtverordneten am Dienstag. Neben der Vergrößerung des Gremiums von 31 auf 37 Sitze fielen einige Dinge auf.

Aktualisiert am 21.04.2021, 21.37 Uhr

Witzenhausen - Am Dienstagabend hat in Witzenhausen in der Turnhalle an der Südbahnhofstraße mit der konstituierenden Sitzung des Stadtparlaments die neue Legislaturperiode begonnen – natürlich unter Corona-Bedingungen.

Nachdem alle Einspruchsfristen abgelaufen sind, ist nun klar: Diese 37 Stadtverordneten und acht Stadträte werden in den nächsten fünf Jahren die Geschicke Witzenhausens lenken. Drei Gewählte hatten nach der Feststellung des amtlichen Endergebnisses noch ihre Mandate zurückgegeben: Vorab verzichtete bei den Freien Wählern Waldemar Rescher (FWG), für ihn rückte Sandra Heinzl nach. Bei der SPD trat Julia Looft ihr Mandat nicht an, Nachrücker für sie war Günter Engel. Der frühere Witzenhäuser Bürgermeister leitete zwar als ältester Stadtverordneter noch die Wahl des neuen Stadtverordnetenvorstehers Peter Schill (SPD), gab allerdings nach der Sitzung noch sein Mandat zurück, weil er sich auf seine Arbeit im Ortsbeirat Unterrieden konzentrieren möchte. Seinen Sitz übernimmt Kilian Hugo – der zweitjüngste Stadtverordnete.

Viele Neue

Es gibt gleich 16 neue Stadtverordnete – das sind 43 Prozent der Mandatsträger. Die meisten (6) stellt die SPD, bei den Grünen sind 4 der 7 Fraktionsmitglieder neu dabei. Hinzu kommen Maren Apel (FDP), Oliver Engel (FWG) und Anne Klingenmeier (AfW). Eine Doppelpremiere lieferte Gualtar Baptista: Er zog ebenso wie seine Satirepartei „Die Partei“ erstmals ins Gremium ein. Nach einer Unterbrechung zurückgekehrt sind Dieter Moses (SPD) und Sandra Heinzl (FWG), Silvia Hable (AfW) wechselte vom Magistrat ins Parlament.

Zwei Premieren gab es auch im Magistrat: Reiner Winkler (SPD) vertritt nun als Erster Stadtrat bei Bedarf Bürgermeister Daniel Herz. Zudem zog mit Axel Demandt (FWG) ein Politik-Neuling ein.

Viele Frauen

In der vergangenen Legislaturperiode waren nur 9 Frauen im Parlament vertreten, 2 gaben ihre Mandate vorzeitig ab. Im Magistrat waren insgesamt 3 Frauen, aber nur Corinna Bartholomäus vollendete eine ganze Amtszeit. Jetzt sind fast die Hälfte der Stadtverordneten (15 von 37) Frauen, dafür ist Bartholomäus die einzige Stadträtin.

Viele Junge

Das Stadtparlament ist auch deutlich jünger geworden. In der vergangenen Legislaturperiode startete mit Lukas Sittel (damals 31) nur ein einziger Mandatsträger, der jünger war als 40 Jahre. Nun bekommt der heute 36-Jährige Verstärkung von gleich 11 jungen Stadtverordneten im Alter von 19 bis 37 Jahren aus den Reihen von SPD (insgesamt 5 Stadtverordnete unter 40 Jahren), Grünen (3), AfW (2), CDU (1) und FDP (1).

Bewährter Magistrat

Die Verjüngungskur ist im Magistrat indes nicht angekommen, Harald Geyer (SPD) ist mit 56 Jahren der jüngste Stadtrat. Die Perspektiven der jungen Witzenhäuser können so nur indirekt eingebracht werden, da die Fraktionen vor allem Kommunalpolitiker mit viel politischer Erfahrung ausgewählt haben – 5 der 8 Stadträte waren schon zuvor im Magistrat.

Nach der Abstimmung am Dienstag darf die Koalition von SPD und CDU 5 Stadträte stellen, Grüne und AfW erhielten je 1 Sitz. Über den 8. Sitz musste das Los entscheiden, nachdem für die Wahlvorschläge von FWG und FDP gleich viele Stimmen eingingen. Nach dem förmlichen, aber von Stadtverordnetenvorsteher Peter Schill mit einem Augenzwinkern vollzogenen Losverfahren ging die FWG als Sieger hervor.

Bewährte Führung

Stadtverordnetenvorsteher Peter Schill (SPD) wurde einstimmig wiedergewählt. Seine Vertreter sind wie bisher Uwe Arends (Grüne) und Harald Ludwig (SPD) sowie neu Hannah-Leonie Bach (CDU).

Neue Größe

Um die Vielfalt mit acht Gruppierungen abzubilden, wurde die Sitzzahl der vier Ausschüsse von sieben auf neun angehoben. Die SPD erhält gemäß der Mehrheitsverhältnisse je 3 Sitze, CDU und Grüne je 2, AfW und FWG je 1. FDP, Linke und Die Partei haben nur ein Rederecht.  (fst)

Eine Übersicht mit Fotos aller Mandatsträger finden Sie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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