Tourist-Information Witzenhausen

Brücke gesperrt: Alternativer Wanderweg in Richtung Burg Hanstein geplant

+
Endstation Metzentalbrücke: Mitglieder des Wander- und Kulturvereins Werleshausen mit Wilfried und Wilma Hofmann (von links), Wolfgang Bringmann, Werner Senning-Lotz, Otto Halouska und Vorsitzendem Karl-Heinz Brill.

Werleshausen. Nachdem die Deutsche Bahn eine Brücke gesperrt hat, will nun die Tourist-Information in Witzenhausen kurzfristig einen Wanderweg in Richtung Burg Hanstein markieren.

„Was denn nun?“ fragten sich Wanderer, die in den vergangenen Tagen auf dem Weg zur Burg Hanstein an der Metzentalbrücke am Ortsrand von Werleshausen einen unfreiwilligen Stopp einlegen mussten. Als Eigentümer hatte die Deutsche Bahn zum Monatsanfang die Brücke gesperrt. Hinweise auf einen Umweg? Fehlanzeige. Jetzt will die Tourist-Information in Witzenhausen kurzfristig einen alternativen Weg markieren.

Das versicherte Katharina Rode auf Anfrage unserer Zeitung. Die Mitarbeiterin der Tourist-Info hatte sich am Donnerstag mit dem Geschäftsführer des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land, Marco Lenarduzzi, kurzgeschlossen, in dessen Zuständigkeit die Teilstrecke des Werra-Burgen-Steigs zwischen der Burg Ludwigstein und der Burgruine Hanstein fällt. 

Gesperrte Brücke liegt mitten auf dem beliebten Weg

Dieser beliebte Wanderweg mit der Bezeichnung „X 5“ ist die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Burgen. Mittendrin liegt die Metzentalbrücke, welche die Nord-Süd-Achse der Bahn zwischen Hamburg und Frankfurt überquert. Angeblich, so ein Gutachten, ist das Bauwerk so marode, dass es nicht einmal für Fußgänger und Radfahrer nutzbar ist und noch bis Mitte des Jahres abgerissen werden soll. Auf beiden Seiten der Brücke haben zweiflügelige Gittertore den Wanderweg nun gekappt. 

Die Sperrung ohne Hinweis auf eine Ausweichmöglichkeit ist auch dem Wander- und Kulturverein Werleshausen übel aufgestoßen. Dessen Vorsitzender Karl-Heinz Brill und Mitstreiter des Vereins versammelten sich am Donnerstag Vormittag demonstrativ an der gesperrten Brücke, um mit Nachdruck die Beschilderung einer fußläufigen Umleitung zu fordern. Zwar erreichten Wanderer auch über die Landstraße nach Neusessen den Hanstein, aber diese enge Straße ohne Randstreifen sei nicht ganz ungefährlich.

Alternative könnte die Bahnunterführung sein

Anbieten würde sich knapp 700 Meter entfernt die Bahnunterführung in Werleshausen. Allerdings seien die angrenzenden Flächen in Privatbesitz, sodass deren Eigentümer mitspielen müssten.

Der Geo-Naturpark könne gegenwärtig keine Leute abstellen, um den Mangel in Werleshausen zu beseitigen. Zu sehr sei man noch mit den „Nachwehen“ des Sturms Friederike und damit beschäftigt, die Premium-Wanderwege zu Saisonbeginn fit zu machen, sagte Lenarduzzi. Aber zum Glück gibt es ja noch die Tourist-Info. Reagiert hat inzwischen auch die Burg Ludwigstein, wo laut Jens Ehrhardt die Gäste per Aushang auf die Brücken-Sperrung aufmerksam gemacht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.