Kartellamt muss zustimmen

Amtek Auto: Indischer Konzern will Witzenhäuser Firma REGE Motorenteile kaufen

Stammsitz in Witzenhausen: Seit 1987 produziert die Firma Rege am Eschenbornrasen in der Kirschenstadt Motorenteile. Einen zweiten deutschen Standort gibt es mittlerweile in Eisenach, dort hat auch die Geschäftsführung ihren Sitz. Künftig wird Rege wohl zum indischen Konzern Amtek Auto gehöreb. Foto: Archiv

Witzenhausen. Die Firma Rege Motorenteile aus Witzenhausen wird wohl an den indischen Autoteile-Zulieferer Amtek Auto verkauft.

Kerstin Sauer aus der Kommunikations-Abteilung bestätigte entsprechende Informationen. Es gebe einen Übernahmevertrag, jetzt müsse nur noch das Kartellamt zustimmen. Ein Abschluss des Verfahrens werde für August erwartet. Zur Kaufsumme machte Sauer keine Angaben.

Es handele sich bei der Übernahme um eine strategische Partnerschaft, so Sauer. Rege produziere derzeit vor allem Teile für Autos, Amtek habe viel Erfahrung im Bereich Nutzfahrzeuge. Durch den Verkauf erhoffen sich die Verantwortlichen, Rege besser auf dem Weltmarkt positionieren zu können. Der finanzstarke Zulieferer mit Sitz in Neu Delhi expandiert stark und hat zuletzt Zulieferfirmen in Deutschland, Ungarn, Indien, Großbritannien und den USA gekauft. Die Amtek-Gruppe betrieb im Jahr 2014 weltweit 65 Produktionsstätten und erzielte einen Umsatz von 2,5 Milliarden US-Dollar.

In Witzenhausen sollen bei Rege alle 320 Arbeitsplätze erhalten bleiben, kündigt Sauer an. Das gelte auch für die Arbeitsplätze in Eisenach (856) und im rumänischen Brasov (260). Kurz- und mittelfristig soll sich für die Mitarbeiter nichts ändern. Die Auftragsbücher seien nach einer Krise im Jahr 2012 wieder gut gefüllt, die Firma plane neue Projekte und Investitionen.

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