Angebot zur kostenlosen Entsorgung von Grün- und Holzschnitt findet großes Echo

Tolle Idee: Auf der Kompostieranlage in Witzenhausen entsorgt Holger Siemon seine Gartenabfälle - zu seiner Freude kostenlos. Foto:  Cortis

Witzenhausen. „Das ist klasse. Eine tolle Idee.“ So freute sich Holger Siemon, als er am Samstag auf der Kompostieranlage auf dem Burgberg in Witzenhausen seinen zweiachsigen Anhänger entlud. Bis unter die Dachplane war der mannshohe Hänger mit Laub, Grün- und Holzschnitt aus dem eigenen Garten beladen.

Wie der 39-Jährige aus Witzenhausen machten an diesem Vormittag innerhalb von nur vier Stunden fast 300 Gartenfreunde von dem neuen Angebot Gebrauch, sich der Gartenabfälle kostenlos zu entledigen.

Seit dem 18. Oktober und immer samstags zwischen 9 und 13 Uhr läuft dieser Modellversuch auch auf Sammelplätzen in Netra, Reichensachsen und Waldkappel. Eine weitere Sammelstelle gibt es in Herleshausen, die auf Anfrage bei der Gemeindeverwaltung geöffnet wird. In Hessisch Lichtenau, Neu-Eichenberg und Wanfried werden diese Abfälle zeitgleich mobil, also mit einem riesigen Müllfahrzeug, eingesammelt.

Am Samstag war die Halbzeit dieses siebenwöchigen Experiments schon überschritten. Grund genug für Umweltdezernent und Vizelandrat Dr. Rainer Wallmann, Bürgermeisterin Angela Fischer, den Geschäftsführer des Witzenhausen-Instituts, Diplom-Ingenieur Thomas Raussen, Gabriele Maxisch als Umweltberaterin des Kreises und den Geschäftsführer des Abfallzweckverbandes, Matthias Wenderoth, sich selbst vor Ort ein Bild von der Akzeptanz dieses Angebotes zu machen. Und die staunten nicht schlecht.

Waren zu Beginn des Modellversuchs auf dem Burgberg 100 anliefernde Fahrzeuge notiert worden, so hatte sich die Zahl am Samstag schon verdreifacht. Insgesamt hatten an den ersten drei der sieben Termine gut 1500 Gartenfreunde 500 Kubikmeter holziges Material und 900 Kubikmeter Grünschnitt auf den vier Sammelstellen abgeladen.

Mit 150 Hobbygärtnern war die Beteiligung an der mobilen Sammlung im selben Zeitraum verhaltener. Allerdings ist sich Wallmann sicher, dass bis zum Ende der Aktion das Angebot noch weitaus häufiger genutzt wird. So stehe der Obstbaumschnitt in den meisten Privatgärten erst noch an.

Für das Frühjahr ist eine zweite Aktion geplant. Dann soll geprüft werden, ob sich das neue System auch wirtschaftlich rentiert und auf den gesamten Werra-Meißner-Kreis ausgedehnt werden kann.

Von Chris Cortis

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