Spielenachmittag in der Zeltstadt

Angehende Erzieher wollen Flüchtlingskindern helfen

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Projekt der angehenden Erzieher: Die Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik sammelten Kleidung, Spielzeug und Hygieneartikel und wollen ehrenamtlich einen Bastel- und Spielenachmittag für Flüchtlingskinder in Hessisch Lichtenau anbieten. Mit im Bild: Lehrerin Nicole Hühne (hinten rechts).

Witzenhausen. Aktiv Hilfe leisten für Flüchtlingsfamilien in der Zeltstadt von Hessisch Lichtenau - das hat sich eine Klasse angehender Erzieher der Beruflichen Schulen Witzenhausen im zweiten Ausbildungsjahr auf die Fahne geschrieben.

Als es in der Klasse um das Thema ihrer Projektwoche ging, war aufgrund der aktuellen Situation sofort klar, dass sie etwas für die Flüchtlinge tun wollten. „Den letzten Anstoß hat ein Vorfall auf dem Erntefest gegeben, als ein Betreuer von Flüchtlingen aufs Übelste beschimpft und sogar tätlich angegriffen wurde“, sagte Miriam Stowasser als eine der Organisatoren des Projekts, die so auch ein Zeichen gegen Hetze in den sozialen Netzwerken setzen will.

Und so ging es an Planung und Umsetzung: Schulintern startete die Klasse einen Aufruf zur Spende von Kleidung, Hygiene-Artikeln, Spielzeug, Büchern und anderer Gebrauchsartikel. „Hier kam so viel zusammen, dass wir in Absprache mit dem Deutschen Roten Kreuz in dieser Woche bereits eine erste Lieferung nach Hessisch Lichtenau gebracht haben“, sagte Mitorganisatorin Sarah Zindel, die sich für die Spendenbereitschaft von Lehrern, Schülern und Bekannten ausdrücklich bedankt.

Neben den materiellen Dingen soll es auch ein Betreuungsangebot für die Flüchtlingskinder geben. So haben sich die Schüler einerseits mit den Berufsschülern der Friseure zusammengetan: Während die Friseure die Eltern in der Zeltstadt an zwei Tagen frisieren wollen, werden die angehenden Erzieher mit den Kindern zur gleichen Zeit einen Spielenachmittag veranstalten.

Darüber hinaus wird es auch noch ein freiwilliges ehrenamtliches Angebot geben. Elf Schüler haben sich bereit erklärt, dauerhaft ein bis zweimal die Woche einen Bastel-, Spiele- und Singnachmittag mit den Flüchtlingskindern zu organisieren. „Hierbei erweitern wir unsere interkulturelle Kompetenz, denn in unserem Beruf werden wir später sicher mit vielen Integrationskindern zu tun haben“, sagte Mitorganisatorin Nancy Pieper, die ihre Freizeit für das ehrenamtliche Engagement gerne opfert.

Dass die interkulturelle Kompetenz für die Schüler in ihrem Beruf eine große Rolle spielen wird, verdeutlichte Lehrerin Nicole Hühne, die die angehenden Erzieher mit sozialpädagogischen Grundlagen zum Umgang mit traumatisierten Kindern oder Kindern mit auffälligem Verhalten vorbereitet. Zudem lernen sie im Englischunterricht, wie man sich mit den Flüchtlingskindern am besten verständigt und die Spiele anleitet. (znb)

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