Tropenzentrum der Uni Kassel hat Grund zum Feiern

Anlaufstelle für Forscher in Witzenhausen besteht seit 25 Jahren

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Tropisch in Witzenhausen: Das Tropengewächshaus – hier mit seinem technischen Leiter Rainer Braukmann – spielt für die interdisziplinäre Forschung am nunmehr seit 25 Jahren bestehenden Tropenzentrum eine wichtige Rolle.

Witzenhausen. Die Tropen sind tausende Kilometer von Nordhessen entfernt, und doch sind sie in Witzenhausen allgegenwärtig. 

Am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Uni Kassel ist das Tropenzentrum beheimatet. Es feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Am heutigen Freitag findet eine Tagung statt, bei der auch das Jubiläum begangen wird.

Ähnlich wie andere Forschungszentren der Uni Kassel mit fachübergreifenden Ansätzen ist das Tropenzentrum eine Einrichtung für Forschungsvorhaben, die sich in diesem Fall – wie der Name schon sagt – mit den Tropen und Subtropen beschäftigen.

Die Gründung des Tropenzentrums 1993 hatte vor allem praktische Gründe: Da mehrere Fachgebiete des Fachbereichs 11 Berührungspunkte mit den Tropen hatten, sollte deren Interessen gebündelt werden. „Man schuf damit eine Anlaufstelle zur Vertretung des internationalen agrarwissenschaftlichen Profils“, sagt Geschäftsführer Dr. Martin Wiehle.

Finanzierungsanträge für Forschungsprojekte stellen, Auslandskontakte für studentische Arbeiten und Exkursionen nutzen, Absolventen-Datenbanken betreuen und gemeinsame Veranstaltungen organisieren – das alles von zentraler Stelle aus zu koordinieren, habe damals wie heute viele Vorteile, so Wiehle.

Heute geht es den Mitgliedern des Tropenzentrums vor allem darum, Verbundforschungsprojekte von Studierenden und Wissenschaftlern in den Tropen und Subtropen voranzutreiben und untereinander zu verbinden. Aktuelle Untersuchungen beschäftigen sich zum Beispiel mit der Effizienz von Tierhaltungssystemen, der Weiterentwicklung ökologischer Anbaumethoden und der Nutzung regenerativer Ressourcen.

Wiehle wirkt an der Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten von Masterstudierenden und Doktoranden mit und unterstützt sie bei organisatorischen Fragen. Gerade für internationale Doktoranden sei das Tropenzentrum eine wichtige Anlaufstelle und ermögliche zusätzliche Fortbildungsangebote. Vorträge und Veranstaltungen runden das Programm ab.

Die Anzahl der Kooperationen, die das Tropenzentrum unterhält, ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen. Eine enge Zusammenarbeit gibt es auch mit dem Deutschen Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft (DITSL, der Arbeitsgemeinschaft für Tropische und Subtropische Agrarforschung (ATSAF) sowie den Tropeneinrichtungen der Unis Göttingen, Hohenheim, Bonn und Berlin. Ebenso beteiligt sich das Tropenzentrum regelmäßig am Tropentag, einer internationalen Konferenz, die jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt stattfindet – 2019 dann das erste Mal direkt in Kassel am Holländischen Platz.

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