Er wechselt nach Jena

Auf dem Weg zum Fußball-Profi: David Fahrenbach will ganz oben spielen

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Wenn nach den Ferien für David Fahrenbach das neue Schuljahr beginnt, ist für ihn nichts mehr, wie es war. Der Witzenhäuser wechselt auf ein Sportinternat in Jena und spielt für den FC Carl Zeiss.

Der 14-jährige Witzenhäuser, der zurzeit noch die achte Klasse der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf besucht, wechselt aufs Sportinternat im thüringischen Jena. Gleichzeitig wird der hochtalentierte C-Jugendfußballer dort im Nachwuchsleistungszentrum des Drittligisten FC Carl Zeiss seinen Traum verfolgen, einmal mit seinem Lieblingssport Geld verdienen zu können.

„Als ich das Angebot vom FC Carl Zeiss Jena bekommen habe, dort mein Abitur machen und in der Regionalliga Fußball spielen zu können, habe ich mich unglaublich gefreut“, sagt David Fahrenbach. Hießen die Gegner in dieser Saison bei der C-Jugend des 1. SC Göttingen 05 in der Landesliga noch Union Salzgitter oder Freie Turner Braunschweig, geht es in der kommenden Spielzeit in der für diesen Jahrgang höchsten deutschen Spielklasse gegen namhafte Teams wie RB Leipzig, Hertha BSC und Union Berlin, Dynamo Dresden und den 1. FC Magdeburg. „Das bedeutet mir sehr viel und ist eine große Chance für mich“, sagt der defensive Mittelfeldspieler.

Begonnen hatte der 14-Jährige seine Fußballkarriere bei Eintracht Baunatal, wo er von der G- bis zur D-Jugend spielte und wo er acht Jahre von seinem Vater Meik trainiert wurde. Nach einem einjährigen Zwischenstopp bei der D-Jugend des KSV Hessen Kassel ging es nach Göttingen, wo er bei der C-Jugend des dortigen 1. SC 05 auf Anhieb zu den Leistungsträgern zählte. Und das, obwohl er als einziger Spieler seiner Mannschaft dem jüngeren Jahrgang angehörte.

„Zu meinen Stärken zählen sicher die Spielübersicht, das Stellungsspiel und die Tatsache, dass ich meine Mitspieler immer wieder gut in Szene setzen kann“, sagt David. Verbesserungsbedarf sieht er bei sich selbst dagegen in der Schnelligkeit und beim Schuss mit seinem schwächeren linken Fuß. „Ich freue mich sehr auf Jena, aber ein bisschen Bammel habe ich natürlich schon“, sagt er. Das ist aber auch nur allzu verständlich, lässt David doch nicht nur sein gewohntes Umfeld, seine Freunde, seine Schulkameraden und seine bisherigen Fußballkumpels zurück, sondern auch seinen Vater. Und in Jena kennt er außer seinem künftigen Trainer noch überhaupt niemanden.

„Eigentlich ist es für mich eine Katastrophe zu wissen, dass ich bald nach Hause komme und niemand ist da“, sagt Meik Fahrenbach, der seinen Sohn seit zwei Jahren allein erzieht. „Aber natürlich gönne ich ihm das von ganzem Herzen.“ Auch wenn er schon früh das Talent seines Sohnes entdeckt hatte, sei für beide das Thema Profifußball nie ein ernstes Thema gewesen. „Ich wollte immer nur, dass David den für ihn nächsten und bestmöglichen Schritt geht.“ Was ihn am Konzept des FC Carl Zeiss Jena überzeugt habe, sei die Aussage der Verantwortlichen, dass man dort junge Menschen zu selbstbewussten, aber bescheidenen Spielern entwickeln wolle. „Und das passt perfekt zu David“, sagt der 41-Jährige.  

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