Woche der Witzenhäuser startet mit Archiv-Geburtstag

Stelldichein in der Schalterhalle der Sparkasse: Zur Eröffnung der Woche der Witzenhäuser feierten Stadtmanagerin Diana Brehm (stehend links), Privatkundenberater Lars Bathge, Geschäftsstellenleiter Fritz Borns, Stadtarchivar Matthias Roeper und Bürgermeisterin Angela Fischer gemeinsam mit den Kirschenhoheiten Sina, Saskia und Lara das 25-jährige Bestehen des Stadtarchivs.

Witzenhausen. Noch bis zum 2. Mai gibt es viele Aktionen im Rahmen der Woche der Witzenhäuser. Den Auftakt bildete der Geburtstag des Stadtarchivs.

Es war einmal... eine Zeit, als die Stadt Witzenhausen noch Gewinne statt Schulden anhäufte. Mit einem Rückblick auf eine Blütezeit der Stadt im 18. Jahrhundert amüsierte Stadtarchivar Matthias Roeper die knapp 40 Gäste, die jetzt zum Auftakt der Woche der Witzenhäuser in die Schalterhalle der Sparkasse kamen.

Gleichzeitig wurde das 25-jährige Bestehen des hauptamtlich betriebenen Stadtarchivs gefeiert und so gab Roeper nicht nur einen tiefen Einblick in Zeiten, als in Witzenhausen noch Forstläufer, Nachtwächter, Stadtwasserleiter und Polizeiknechte auf der Gehaltsliste der Stadt standen. Anhand der Kämmereirechnung von 1779 stellte er auch anschaulich vor, welche Schätze im Archiv an der Carl-Ludwig-Straße schlummern. Zudem berichtete er aus seinem Arbeitsalltag, von Anfragen zu Tunneln unter der Werra, Aufträgen zur Vernichtung von jahrzehntealten Blitzertickets und Kooperationen mit Schulklassen.

Gleichzeitig machte er Werbung für die kleine Ausstellung mit Schätzen des Archivs, die sonst im Stahlschrank schlummern: unter anderem ein Exerzitienbuch von 1570, historische Stadtpläne und der Zunftbrief der Bäckergilde. Ab Montag wechselt die Schau und widmet sich dem Kirschenanbau und der Geschichte von Kolonialschule und Universität.

Schmunzelnd erinnerte Roeper an eine andere denkwürdige Ausstellungseröffnung in der Schalterhalle: 1992 hatte er eine Schau zur Geschichte der Zigarrenfabriken in Witzenhausen erstellt, bei der Eröffnung wurden Zigarren gedreht und getestet - unbemerkt unter dem Rauchmelder. Der habe die Feuerwehr auf den Plan gerufen, die mit Atemschutz in die Sparkasse gestürmt kam und statt vor einem Feuer nur vor Zigarrenrauchern stand.

Solche Überraschungen gab es am Donnerstag allerdings nicht. Sparkassen-Geschäftsstellenleiter Fritz Born äußerte seinen Stolz darüber, die Auftaktveranstaltung zur Woche der Witzenhäuser ausrichten zu dürfen. Stadtmanagerin Diana Brehm gab einen Ausblick auf das Programm der Woche, die unter dem Motto „Vom Gestern nach heute zu morgen“ steht und den Witzenhäusern ihre Heimat wieder näher bringen soll.

Termin: Am Dienstag, 28. April, spricht Stadtarchivar Matthias Roeper ab 19 Uhr in der Schalterhalle über „Geschichte und Zukunft des Kirschenanbaus im Werratal“

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