Aktion von Transition Town

Aus Äpfeln wurde in Witzenhausen Saft

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So entsteht Saft: Bernd Gosch verteilte die zerkleinerten Äpfel auf Netzen, um sie danach auszupressen.

Witzenhausen. Für eine Stunde Äpfel sammeln konnten Merle Haferhorn und Julian Winkler aus Witzenhausen am Samstag 50 Liter frisch gepressten Apfelsaft mit nach Hause nehmen.

Die Mosterei Gosch aus Dransfeld hatte zum sechste Mal in Kooperation mit Transition Town in Witzenhausen auf dem Marktplatz ihre mobile Saftpresse aufgebaut und machte aus Äpfeln, Birnen, Quitten und Pflaumen frisch gepressten Saft, fix und fertig abgekocht und abgefüllt.

Jeder durfte Bernd Gosch und seinen Mitarbeitern sein Obst bringen und selbst in die Maschine schütten. Dort wurden die Früchte gewaschen, zerkleinert, gepresst und der Saft im Bottich auf 80 Grad erhitzt. So bleibt er bis zu zwei Jahre lang haltbar. Sven-Erik Engmann füllte das fertige Produkt in Fünf-Liter-Beutel ab, die dann in Saftkartons verpackt wurden. Jeder bekam am Samstag den Saft seiner eigenen Früchte mit nach Hause.

Merle Haferhorn und Julian Winkler schauten gespannt dabei zu, wie die Äpfel aus ihrem eigenen Garten zu gesundem Saft, ganz ohne Zusätze, verarbeitet wurden. „In diesem Jahr gibt es viele Äpfel und wir haben eine frühe Ernte“, sagte Sven-Erik Engmann, der zusammen mit seinen Kollegen den ganzen Tag gut zu tun hatte, denn es gab mehr als 20 Anmeldungen zum Saftpressen.

Viele Früchte an den Bäumen bedeutet aber auch, dass viel umkommt, weiß Lukas Seiler vom Transition-Town-Vorstand. Denn um zu viele Obstbäume wird sich nicht gekümmert. Der Verein hofft, dass er mit dem Angebot dazu beiträgt, dass mehr Obst gepflückt und verarbeitet wird. 

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