In Witzenhausen und Eisenach

Automobilzulieferer Rege: 350 Jobs gehen an zwei Standorten verloren

Witzenhausen. Der Automobilzulieferer Rege will 350 Arbeitsplätze abbauen. Darüber informierte die Geschäftsführung die Mitarbeiter am Donnerstag auf einer Betriebsversammlung.

Wie Uwe Laubach von der IG Metall auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, müssten aber wohl nur 300 Personen entlassen werden, weil einige Mitarbeiter seit Jahresbeginn selbst gekündigt hätten. Laut Laubach ist derzeit noch unklar, wie viele der aktuell 320 Stellen am Standort in Witzenhausen gestrichen werden sollen. Bei Eisenach beschäftigt Rege 850 Personen, in Rumänien 260.

Zuletzt aktualisiert 15.50 Uhr. 

Die IG Metall kündigte Sozialplanverhandlungen ab Mai an, damit die Entlassungen so sozialverträglich wie möglich vonstatten gehen. Gleichzeitig wolle man sich dafür einsetzen, dass Rege für die verbleibenden Mitarbeiter ein plausibles Zukunftskonzept vorlegt. Laut Laubach können die Kündigungen erst ausgesprochen werden, wenn ein Interessenausgleich mit dem Betriebsrat abgeschlossen worden ist. Solange arbeiten die Mitarbeiter weiter und beziehen auch Gehalt.

Rege kämpft seit Langem mit Umsatzeinbußen. 2013 musste bereits der zweite Rege-Standort in Witzenhausen geschlossen werden. Mit jüngsten Ereignissen wie dem VW-Skandal oder der Übernahme von Rege durch den indischen Konzern Amtek im Jahr 2015 habe die Krise aber nichts zu tun, erklärt Frank Klobes (IG Metall). „Die Probleme sind hausgemacht.“

Die Firma Rege sagt zu alledem nichts. Auf die Frage, ob die Gerüchte von der Entlassung stimmen, antwortet Rege-Personalreferent Sebastian Körtge. „Dazu geben wir keine Auskunft.“ Der Betriebsrat war am Freitag nicht zu erreichen.

Einen Kommentar zur Informationsstrategie von Rege lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

Rubriklistenbild: © Archiv

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