Bauern feiern Kreiserntedankfest: 400 Gäste füllen die Bodenhalle der Deula

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Sie organisierten und gestalteten den Erntedankgottesdienst: Bauernverbandsvorsitzender Torsten Möller (von links), Dekanin Ulrike Laakmann, Präses Ludger Arnold, Johann Georg Thierolf (Landsenioren), Pfarrer Hans-Jürgen Wenner und die stellvertretende Bauernverbands-Vorsitzende Michaela Breun. 

Witzenhausen. Kürbisse, Äpfel, Rüben und viele prächtige Sonnenblumen: Das war die Kulisse am Sonntag für den Altarraum des Kreiserntedankfestes im Deula-Bildungszentrum in Witzenhausen.

Schwere Maschinen im Hintergrund standen symbolisch dafür, dass Landwirtschaft heute viel mit Steuern und Programmieren zu tun hat, wie Dekanin Ulrike Laakmann hervorhob. In der modernisierten Einrichtung werde deutlich, was moderne Technik heute für die Agrarwirtschaft bedeute.

Rund 400 Menschen füllten die Bodenhalle, als der evangelische Bläserkreis (Leitung: Sebastian Selig) den Ökumenischen Festgottesdienst mit Posaunenklängen eröffnete. Der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner, Torsten Möller (Röhrda), freute sich ebenso wie Hausherr Henry Thiele über das große Echo. Oberste Repräsentanten der Kirchen waren der Präses der Kreissynode Eschwege, Ludger Arnold, Dekanin Laakmann und Pfarrer Hans-Jürgen Wenner.

Möller erinnerte an den tags zuvor begangenen 25. Jahrestag der Wiedervereinigung: „Wir haben gemeinsame Wurzeln. Es ist gut, dass wir wieder zusammen sind.“ Möller stellte einen zweiten aktuellen Bezug her: Er hoffe, dass man beim 50. Jahrestag sagen kann, dass die Integration der Flüchtlinge in Deutschland gelungen ist.

Guter Zuspruch: Mit rund 400 Menschen war die Bodenhalle der Deula am Sonntagnachmittag gut gefüllt.

Für die Landwirte sei 2015 vom Wetter her ein Jahr der Wechselbäder gewesen, aber es sei ihr Beruf, mit den Herausforderungen durch extreme Regen- und Trockenperioden fertig zu werden, sagte Möller. Laakmann befand, dass man bei der Ernte trotz Hitzeperioden mit einem blauen Auge davon gekommen sei. Deshalb habe man auch in diesem Jahr Grund zur Dankbarkeit: „Alles Gute kommt von Gott dem Herrn.“ Eine der Fürbitten, vorgetragen von Frank Theune (Ellingerode), galt den Landwirten selbst: Gott möge ihnen helfen, gute Produkte auf den Markt zu bringen, Felder schonend zu bebauen und die Schöpfung zu bewahren.

Auf die Not der Flüchtlinge gingen auch die Lektoren bei den Fürbitten ein. Sie hätten sich nur mit einigen Habseligkeiten auf den Weg gemacht, und sie könnten nicht wissen, ob sie jemals nach Hause zurückkehren können, so Johann Georg Thierolf (Landsenioren). Die Kollekte kam daher der Flüchtlingshilfe zugute.

Träger der Veranstaltung war das Forum ländlicher Raum, das von katholischer und evangelischer Kirche, Kreisbauernverband, Landfrauen und Landsenioren getragen wird. Als Ehrengäste wurden die Landtagsabgeordneten Lothar Quanz (SPD) und Dirk Landau (CDU), ferner Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann (Bündnis 90/Grüne) und Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU) begrüßt. Gastgeber Thiele sprach von einer gelungenen Verbindung von Tagen der offenen Tore und Kreiserntedankfest.

Mit tausend Betrieben und mehreren tausend Beschäftigten stelle die Agrarwirtschaft nach wie vor einen wichtigen Faktor im Kreis dar, betonte Verbandschef Möller bei einem Pressegespräch. Die Zahlen seien annährend stabil. (wke)

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