Fertigstellung für Dezember geplant – Angst vor Lieferengpass

Baustart für die neue Brücke in Unterrieden

Beginn der Erdarbeiten: In dieser Woche rückten bei Unterrieden die Bagger an und bereiteten die Baustelle vor.
+
Beginn der Erdarbeiten: In dieser Woche rückten bei Unterrieden die Bagger an und bereiteten die Baustelle vor.

Darauf haben vor allem viele Studierende und Pendler aus Unterrieden mehr als zwei Jahre gewartet: In dieser Woche haben die Erdarbeiten für den Bau der neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Werra begonnen.

Unterrieden – Wie Anja Strecker, die Leiterin des Witzenhäuser Bauamtes auf Anfrage unserer Zeitung erklärt, wird die neue Brücke neben der alten errichtet – deshalb sei so ein aufwendiges Genehmigungsverfahren nötig gewesen. Jetzt wird zuerst die Erde abgeschoben und die Baustelle samt Kranplatz eingerichtet, bevor ab Juni mit den Vorbereitungen für die Tiefgründung begonnen wird. Dazu werden auch tiefe Bohrpfähle gesetzt, die das Widerlager tragen sollen – also die Stellen, an denen die Brücke am Ufer aufliegt.

Zwischen Ende Juni und Anfang September sollen dann die Fundamente und die Widerlager gebaut und die vorgefertigte Stahlkonstruktion der Brücke montiert werden. Im Oktober folgen weitere Betonarbeiten, für November sind der Bau der Zufahrtsrampen und die Asphaltierung vorgesehen. Auch die LED-Beleuchtung muss Anfang Dezember noch eingebaut werden.

Wenn alles gut geht, könnte die Brücke im Dezember fertig sein, sagt Strecker. Sorgen macht ihr allerdings der aktuelle Mangel an Baustoffen. „Da bin ich sehr froh, dass wir nicht mit Holz bauen“, sagt sie, fürchtet aber auch Engpässe bei Stahl und Beton, was zu einer Verzögerung der Arbeiten führen könne. „Das droht uns derzeit bei allen Bauprojekten.“ Dass die Brücke durch die Lieferprobleme und Preissteigerungen deutlich teurer wird, sieht Strecker erst mal nicht. Schließlich habe die Stadt mit der Baufirma einen Vertrag über die Bausumme geschlossen, den die Firma einhalten müsse.

Wie Bürgermeister Daniel Herz jüngst bei einer Kundgebung in Unterrieden sagte, liegt die Investitionssumme für das Bauwerk bei mehr als 1,2 Millionen Euro (HNA berichtete).

Die alte Brücke bleibt übrigens noch so lange stehen, bis die neue fertig ist, sagt Werner Fischer vom Bauamt. Der Grund: Unter der Brücke laufen Leitungen, die dann einfach an die neue Brücke montiert werden können. So muss keine Übergangslösung über den Fluss gefunden werden. (fst)

So soll die neue Brücke mal aussehen: Statt eines Holz-Konstrukts werden künftig Beton und Stahl die Werra überspannen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.