Investitionen bei Fahrzeugen und Gerätehäusern nötig

Bedarfsplan der Feuerwehr Witzenhausen vom Stadtparlament beschlossen

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Wichtige Vorbereitung: Mit Übungen wie dieser im Awo-Flüchtlingsheim im März 2017 proben die Brandschützer für den Einsatz. Um mehr Zeit für die Ausbildung zu gewinnen, fordert der Stadtbrandinspektor hauptamtliche Gerätewarte.

Witzenhausen. Die Feuerwehr Witzenhausen hat ihren Bedarfs- und Entwicklungsplan für 2018 bis 2022 vorgelegt. Allein 1,15 Millionen Euro sollen in neue Fahrzeuge investiert werden.

Großes Lob für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute gab es am Dienstag im Witzenhäuser Stadtparlament. Stadtverordnetenvorsteher Peter Schill dankte besonders Stadtbrandinspektor Björn Wiebers, der den 100-seitigen Bedarfs- und Entwicklungsplan der Wehr für 2018 bis 2022 vorgelegt hatte. Dieser wurde einstimmig von den Stadtverordneten beschlossen. Die wichtigsten Themen.

Dringende Maßnahmen

Um die Ehrenamtlichen zu entlasten, fordert Wiebers ein bis zwei hauptamtliche Gerätewarte. Bürgermeisterin Angela Fischer berichtete dazu bereits im Finanzausschuss nach Rücksprache mit Amtskollegen, dass ein solches Amt an Orten mit Atemschutzwerkstätten wie Witzenhausen, Eschwege und Hessisch Lichtenau sinnvoll sei. Unterstützung gab es im Finanzausschuss von Lukas Sittel (SPD) zudem für Wiebers Wunsch nach einer Überarbeitung der Gebührensatzung für Feuerwehreinsätze, die noch auf dem Stand von 2011 ist. Damit die Kosten besser geplant werden können, regt Wiebers an, alle Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge und Fachbereiche digital zu erfassen. Dazu würden bereits Gespräche mit einem Anbieter geführt.

Einsatzkräfte

Laut Wiebers Bericht stehen aktuell 376 Einsatzkräfte zur Verfügung, man müsse aber wegen eines geänderten Freizeitverhaltens und Jobs außerhalb der Stadt künftig mit weniger Rettern rechnen. Bereits jetzt erreichen nicht alle Stadtteilwehren ihr Soll an absolvierten Lehrgängen: Insgesamt fehlen 47 taugliche Atemschutzgeräteträger, 27 Funker und 20 Gruppen- und Zugführer sowie Leiter einer Feuerwehr. Im Notfall müssen deshalb Nachbarwehren dazugerufen werden. Laut Wiebers soll die Arbeit in Kinder- und Jugendwehren intensiviert werden, um künftige Einsatzkräfte auszubilden.

Fahrzeuge

Bis 2022 müssten 1,15 Millionen Euro investiert werden, um alte Fahrzeuge in Dohrenbach, Hundelshausen, Kleinalmerode, Roßbach, Blickershausen und der Kernstadtwehr zu ersetzen.

Gerätehäuser

Die Gerätehäuser sind nicht alle im besten Zustand – außer in Ziegenhagen und Wendershausen fehlen überall Vorrichtungen zur Notstromversorgung und Absauganlagen für Fahrzeuge. In Albshausen gibt es auch keine Umkleiden. Planungsgespräche fanden für eine Erweiterung des Gerätehauses Hundelshausen und den Umbau des Kernstadt-Stützpunkts statt, wo Umkleiden, Stell- und Parkplätze fehlen und die Atemschutzwerkstatt erweitert werden soll.

Den ganzen Bedarfsplan im Detail gibt es hier.

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