Kunst in der ganzen Stadt

Beim Kulturfestival „Treppen, Keller, Hinterhöfe“ gibt es viel zu entdecken

Witzenhausen. Kunst, gezeigt an Orten, die sonst nicht zugänglich sind - darum geht es beim Festival "Treppen, Keller, Hinterhöfe" in Witzenhausen an diesem Wochenende.

Im ersten Moment schlagen dem Besucher Dunkelheit und Kühle entgegen, man ist kurz orientierungslos - doch dann sieht man das warme gelbe Leuchten von ungewöhnlichen Lampen im Schutt... Einer von vielen magischen Momenten, die man derzeit beim Kulturfestival „Treppen, Keller, Hinterhöfe“ (TKH) in Witzenhausen erleben kann.

Einer der besonderen Orte ist der dunkle Felsenkeller unter dem Johannisberg, in dem die ungarische Künstlerin Ildikó Bartalus ihre Prozellankugeln zeigt. Sie weisen freundlich den Weg durchs Dunkel - zu den stimmungsvoll beleuchteten Gemälden der Witzenhäuser Künstlerin Miry Schneider.

Witzenhäuser Festival zeigt Kunst an ungewöhnlichen Orten

Auf dem Weg durch die Stadt trifft man Kunst an jeder Ecke: Ein gelber Schirm und ein Stuhl mit einem der über 60 Helfer zeigen an, wo man spannende Schätze entdecken kann. Und die sind ganz unterschiedlich: aus Stoff und Kohle, Holz und Stein, Ton und Metall - und natürlich auch aus Farbe. Da ist etwa Dirk Scholz aus Thüringen, der hier seine allererste Ausstellung mit großformatigen Öl- und Acrylgemälden zeigt. Die Witzenhäuser PopArt-Künstlerin Katja Beilke präsentiert ihre knallbunten Werke auf dem Dachboden der Stadtbibliothek, Regina Brix-Gerstenberg aus Ziegenhagen lässt die Besucher im Zeichensaal der Universität mit farbenfrohen Aquarellen an einer Reise durch Namibia teilhaben.

In diesem Jahr finden viele Gebäude wieder oder neu ins Programm zurück. Der sonst nicht zugängliche Eulenturm an der Stadtmauer etwa dient als Kulisse für die Metallkunstwerke des Witzenhäusers Peter Brunow-Frank. Das 500 Jahre alte Fachwerkhaus „Die Rote 13“ in der Marktgasse ist erstmals zu sehen. Besitzer Markus Klett restauriert es gerade - und lässt die Besucher daran teilhaben. Sie können unter anderem Andreas Paare beim Verputzen der Lehmwände zu sehen und sich von dem Lehmbauer erklären lassen, warum diese alte Handwerkstechnik viele Möglichkeiten bietet. „Und im Garten kann man in einen Hinterhof schauen, der noch nie bei uns zu sehen war“, empfiehlt Bea Lissy von der Kulturgemeinschaft. „Das eröffnet einen ganz neuen Blick auf Witzenhausen.“ Erkunden Sie mit!

Von Janina Berninger und Friederike Steensen

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