Besonderer Gottesdienst in Witzenhausen

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Unterstützt die Gemeinde im Gottesdienst: der Chor a gospella, hier bei einem Konzert in der Liebfrauenkirche in Witzenhausen im Mai 2015.

Witzenhausen. Einen besonderen Gottesdienst wird es künftig einmal im Monat in Witzenhausen geben.

Denn ab Sonntag, 7. Februar, starten die neuen „Singegottesdienste“. Dabei treffen sich alle, die Interesse daran haben, bereits um 9.30 Uhr - eine halbe Stunde vor Beginn des eigentlichen Gottesdienstes -, um mit Kantor Christopher Weik neue und unbekannte Lieder einzuüben.

„1994 wurde ein neues Gesangbuch eingeführt“, berichtet Pfarrer Frieder Brack. „Das ist fast zwanzig Jahre her, das Liedgut hat sich verändert, aber es ist in der Gemeinde nicht präsent.“ Auch viele neue Lieder, die bei den Kirchentagen besonders gern gesungen wurden, aber nicht im Gesangbuch stehen, sind in Witzenhausen oft nur wenig bekannt.

Manche Gemeindemitglieder würden sich neue Kirchenlieder wünschen, andere fühlten sich von den unbekannten Liedern überfordert, wenn sie ohne Ankündigung im Gottesdienst gesungen werden sollen, sagt Christopher Weik. Das soll sich nun ändern. „Man wird sich wohler fühlen, wenn man auch die unbekannteren Lieder mitsingen kann, nachdem man sie vielleicht langsamer einstudiert hat“, ist sich Weik sicher. „Und manchmal muss man auch ganz alte Lieder einfach noch mal üben.“

Zum „Warmsingen“ mit Kantor kann jeder kommen, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Weik hat zum Auftakt vier Stücke ausgesucht: „Das sind ganz normale Lieder, nichts mehrstimmiges“, sagt der Kantor, der während des Warmsingens auch auf Besonderheiten der Lieder aus dem kurhessisch-waldeckischen und dem württembergischen Gesangbuch eingehen wird.

Beim ersten Singegottesdienst wird der Gospelchor „a-gospella“ die Gemeinde unterstützen, künftig sollen die Gläubigen dann aber allein zur Orgelbegleitung singen.

Musik als Schwerpunkt

Auch wenn die Liturgie nicht grundlegend verändert wurde, soll die Musik in den Singegottesdiensten einen deutlichen Schwerpunkt einnehmen, sagt Brack. Im Zweifelsfall könne die Predigt gekürzt werden, damit mehr Zeit zum gemeinsamen Singen bleibt. Die neuen Singegottesdienste sollen Gottesdienste zum Mitmachen werden, sagt Brack: „Wir wollen das Mitwirken der Gemeinde am Gottesdienst deutlich steigern.“

Aus der Gemeinde hätten ihn schon viele positive Rückmeldungen erreicht, sagt der Pfarrer. Es seien schon Vorschläge mit etwa 30 neueren Titeln zusammengekommen. Wer weitere Lied-Wünsche hat, kann sie mit genauem Titel und Quellenangabe auf einen Zettel notieren und diesen in die Wunschbox werfen, die in der Kirchenkaffee-Ecke in der Liebfrauenkirche aufgestellt wird.

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