Beten für den Frieden

35 Bürger trafen sich zum Friedensgebet in Witzenhäuser Liebfrauenkirche

Ökumenisches Friedensgebet: In der Liebfrauenkirche kamen 35 Menschen zusammen darunter Eva Maria Leiber (Zweite von links) von der katholischen Kirchengemeinde und der evangelische Pfarrer Frieder Brack (Dritter von links)

Witzenhausen. Die Entwicklung in der Ukraine, das sinnlose Morden in Syrien oder die Gewalt in Gaza: Die zunehmende Gewalt in der Welt und die damit verbundene Leid der betroffenen Menschen haben den Ökumenischen Arbeitskreis Witzenhausen veranlasst, sich wöchentlich zum Friedensgebet zu treffen.

„Als wir bei unserem letzten Treffen des Arbeitskreises zusammen saßen, hatten wir das Gefühl, etwas für die notleidenden Menschen in diesen Krisengebeten tun zu müssen“, sagte Pfarrer Frieder Brack von der Evangelischen Kirchengemeinde. Zum Ökumenischen Arbeitskreis gehören noch die katholische Kirchengemeinde und die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Witzenhausen.

„Wir können nur beten und spenden“ sagte die ehemalige Gemeindebetreuerin Eva-Maria Leiber, die die Liturgie am Donnerstagabend in der Liebfrauenkirche Witzenhausen leitete. Zum ökumenischen Friedensgebet hatten sich etwa 35 Bürger eingefunden, die in einem großen Kreis um ein in der Mitte ausgelegtes Kreuz mit Kerze saßen. Mit Liedern und Gebeten wurde an die Leidenden in den Kriegsgebieten gedacht. Die Lieder „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und „Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen“ sollte dem baldigen friedvollen Zusammenleben der Menschen ohne Gewalt Hoffnung gegeben werden.

Mit Nennung der einzelnen Krisengebiete wie Kobane, Ostukraine sowie Hongkong und aktuell Ottawa wurde eine Kerze entzündet und um das ausgelegte Kreuz in der Mitte der Gedenkenden aufgestellt. Es folgte eine Schweigeminute für alle, die durch Krieg und Gewalt ums Leben gekommen sind oder an den Kriegsfolgen zu leiden hätten. Mit der Nagelkreuzliturgie wurde aber auch um Vergebung für alle gebeten, die Unrecht tun. Denn keiner sei frei von Sünden. Das etwa 15-minütige Friedensgebet endete mit dem Segen für alle.

Die Friedensgebete hatten letzten Donnerstag auf dem Marktplatz begonnen und sollen bis Weihnachten fortgeführt werden. Sie finden immer um 19.30 Uhr zunächst in der Liebfrauenkirche statt. „Sofern andere Orte gewählt werden, wird das durch die Presse bekanntgegeben“, sagte Brack. (znb)

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