Tipps zum sicheren Abstellen

Ein Viertel aller gestohlenen Fahrräder im Werra-Meißner-Kreis sind E-Bikes

Pedelec/E-Bike (Symbolbild).
+
Sind wegen ihres hohen Werts bei Dieben beliebt: Pedelecs und E-Bikes (Symbolbild).

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit im Werra-Meißner-Kreis. Aber damit einhergehen auch steigende Diebstahl-Zahlen.

Werra-Meißner – Laut Hauptkommissar und Pressesprecher Jörg Künstler von der Polizeidirektion Werra-Meißner wurden 2019 insgesamt 79 Fahrraddiebstähle angezeigt. Darunter befanden sich 19 E-Bikes – das entspricht knapp einem Viertel der Diebstähle. Mit inbegriffen in den Diebstählen der E-Bikes sind auch die Pedelecs. Im vergangenen Jahr kam es außerdem zu drei Diebstählen von Akkus der motorisierten Fahrräder, sagt Künstler.

Seit 2017 ist der Anteil an gestohlenen E-Bikes deutlich angestiegen. Bei 109 angezeigten Diebstählen waren 2017 nur 11 E-Bikes betroffen. 2018 stieg die Anzahl der entwendeten E-Bikes auf 16 an, während die Gesamtzahl der Fahrraddiebstähle auf 93 sank. Künstler sieht zwischen der rückläufigen Gesamtzahl der Diebstähle und der steigenden Zahl an gestohlenen E-Bikes jedoch keinen Zusammenhang.

Durch mehr E-Bike-Käufe sei die logische Konsequenz auch, dass die Täter vermehrt die E-Bikes stehlen. Für 2020 prognostiziert Künstler einen Rückgang der Diebstahlzahlen, sowohl bei normalen Fahrrädern als auch den E-Bikes. Die Kriminalstatistik mit den genauen Zahlen für das Jahr 2020 liegt allerdings noch nicht vor.

Michael Liebmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Werra-Meißner kann die zunehmende Beliebtheit der E-Bikes bestätigen. Gerade bei den im Vergleich zu Fahrrädern um ein Vielfaches teureren E-Bikes sei eine korrekte Sicherung entscheidend, um Diebstählen vorzubeugen.

Er empfiehlt ein Seilsystem, das aus einer gehärteten Kette, ummantelt mit einem flexiblen Kunststoff, besteht. Aber auch Bügelschlösser und Panzerkabel eignen sich zur Sicherung der Räder.

Das Polizeipräsidium Nordhessen weist außerdem darauf hin, dass Räder häufig zwar abgeschlossen, aber nicht angeschlossen werden. Im Idealfall sollen sowohl beide Räder als auch der Rahmen an einen fest verankerten Gegenstand angeschlossen werden.

Michael Liebmann ergänzt: „Man sollte die Schlösser möglichst weit oben am Rad anbringen. Die Diebe haben es wesentlich leichter, wenn sie ein Ende eines Bolzenschneiders auf den Boden platzieren und mit beiden Händen Druck auf die andere Seite ausüben können.“

100 Prozent sicher könne man aber nie sein, sagt Liebmann. Und auch Polizeisprecher Künstler sagt: „Wer ein Fahrrad, ob motorisiert oder nicht, wirklich stehlen will, der stiehlt es auch.“

Deshalb bittet die Polizei um Anruf bei verdächtigen Beobachtungen. Selbst professionelle Diebe benötigen für das Aufbrechen hochwertiger Schlösser Zeit und können durch Werkzeuge wie einer Akkuflex verdächtige Geräusche verursachen. (William Abu El-Qumssan)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.