Traktor ist bis heute zuverlässig und robust

Alte Schätzchen: Siegfried Ruhl aus Roßbach fährt einen Fendt Fix 2 von 1964

Siegfried Ruhl aus Roßbach mit seinem Fendt Fix 2.
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Auch heute noch macht der Oldtimer von Siegfried Ruhl aus Roßbach technisch keine Probleme. Der 79-Jährige nutzt den Fendt Fix 2 aber inzwischen nur noch für Spazierfahrten.

In unserer Serie stellen wir Schrauber aus dem Landkreis und ihre Oldtimer vor. Heute: Siegfried Ruhl aus Roßbach mit seinem Fendt Fix 2 von 1964.

Roßbach – Was Siegfried Ruhl mit seinem Trecker verbindet, sind vor allem viele Erinnerungen. Der 79-Jährige aus dem Witzenhäuser Ortsteil Roßbach hat einen Fendt Fix 2. Kurz nach der Geburt seines Sohnes hat er 1964 den Trecker für die landwirtschaftliche Arbeit auf dem Hof gekauft. Obwohl er in jüngster Vergangenheit schon einige Angebote bekommen hat, will er sich aber bis heute nicht von seinem Schätzchen trennen.

Angeschafft wurde der Fendt für die Landwirtschaft der Familie. „Das war damals bitterer Ernst, wir haben manchmal bis in die Nacht mit Licht geackert“, erinnert sich Ruhl an die früheren Aufgaben. Eigentlich war er Lkw- und Busfahrer, hatte aber daheim auch fünf Kühe zu versorgen. So fuhren er und seine Frau bei Wind und Wetter mit dem Melkapparat aufs Feld, um die Tiere zu melken.

Einfache Technik, die sich bis heute bewährt hat: Siegfried Ruhl ist zufrieden mit seinem Schätzchen und will sich noch nicht von ihm trennen.

Sein Fendt hat ihm dabei immer gute Dienste geleistet. Bis heute macht er technisch keine Probleme und der Traktor fährt tadellos. Siegfried Ruhl schraubt eher weniger an seinem Fendt, wie er zugibt. Er selbst macht nur das Nötigste. Für die Pflege seines Schätzchens sorgt er aber trotzdem. So ließ er kürzlich erst regelmäßige Wartungsarbeiten, wie den Ölwechsel, machen. Auch zum TÜV kommt der Fendt alle zwei Jahre. „Der freut sich, wenn er ihn sieht“, berichtet Ruhl.

Noch zu DM-Zeiten hat Ruhl sein Schätzchen neu lackieren lassen. „Das hat damals 1000 DM gekostet, das war viel Geld. Aber was solls, wenn man Spaß daran hat“, sagt Siegfried Ruhl. Heute muss der Schlepper keine Arbeit mehr auf dem Feld verrichten, Ruhl nutzt ihn eigentlich nur noch zum Spazierenfahren und wenn er beim Osterfeuer mithelfen kann.

Das Mähwerk bleibt am Fendt montiert: Siegfried Ruhl befürchtet, dass es sonst verloren gehen könnte.

Obwohl der Traktor heute keine Arbeitseinsätze mehr leisten muss, bleibt der Mähbalken aber dennoch montiert. Denn der 79-Jährige befürchtet, dass das Mähwerk wegkommen sollte, sobald es nicht mehr dauerhaft am Schlepper befestigt ist.

Der Fendt hatte auch schon einen größeren Auftritt: So verborgte Ruhl ihn nach Großalmerode, wo er als Hochzeitskutsche eines Brautpaares genutzt wurde. (Evelyn Ludolph)

Das Familienunternehmen Fendt aus Bayern stellte Traktoren her, der erste war 1930 der Dieselross-Traktor.

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