Reisen und Corona

Buchungen in Reisebüros im Werra-Meißner-Kreis sind um die Hälfte zurück gegangen

EasyJet fliegt ab Flughafen Berlin-Schönefeld
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Die meisten Menschen im Werra-Meißner-Kreis wollen mit dem Auto verreisen. Deshalb sind Flugreisen um 90 Prozent eingebrochen. (Symbolbild).

Die Menschen im Werra-Meißner-Kreis reisen wegen der Corona-Pandemie weniger. Ein europäisches Land ist bei den Buchungen in den Reisebüros aber sehr beliebt.

Werra-Meißner – Die Menschen im Werra-Meißner-Kreis sind wegen Corona noch vorsichtig, wenn es um Reisen geht. In den Sommerferien haben nur halb so viele eine Reise angetreten wie vor der Pandemie. Das berichten die Betreiber der Reisebüros Schmauch in Witzenhausen und Auf und Davon in Sontra. Bei Karl Gleim vom Reisebüro Am Markt in Eschwege waren es 40 Prozent weniger.

Doch es gibt Hoffnung für die Reisebranche: „Im Vergleich zu 2020 haben Reisen etwas zugenommen“, sagt Peter Voßbeck vom Reisebüro Schmauch. Besonders gefragt sei Griechenland. „Die Griechen haben Corona gut im Griff.“ Das Land sei im Sommer nie ein Hochinzidenzgebiet gewesen. Gleim bestätigt den Trend. „Die Griechen haben aus den Problemen des Vorjahres gelernt“, sagt er. „Sie legen viel Wert auf die Corona-Regeln.“

Michael Hobbie vom Reisebüro Auf und Davon sagt, dass viele Urlauber im Sommer in Deutschland oder ins nahe Ausland reisen. „Sie wollen ihre Ziele mit dem Auto erreichen können.“ Flugreisen seien um 90 Prozent eingebrochen. „Das ist ein Problem für die Reisebüros, denn Fernreisen werden eher über sie gebucht.“ Nahe Ziele buchten Urlauber oft selbst.

Michael Hobbie vom Reisebüro Auf und Davon in Sontra.

Doch Reisende lägen seit Pandemie-Beginn mehr Wert auf Flexibilität. „Sie wollen abwarten, wie sich die Situation entwickelt“, sagt Voßbeck. Das zeige sich bei den Buchungen. Viele buchten frühestens vier Wochen vor der Reise. So auch bei Stornierungen: „Geplante Reisen werden oft kurz vor der Abreise abgesagt.“

Das bestätigt auch Hobbie. Viele Reisen, die storniert würden, wären in klassische Urlaubsländer wie Spanien, die Türkei und Ägypten gegangen. „Diese Länder werden wegen hoher Inzidenzen kaum besucht.“

Auch in den Herbstferien ist vielen Eltern von Kindern unter zwölf Jahren wichtig, dass sie nach der Reise nicht in Quarantäne müssen, da die Kinder nicht geimpft sind, sagt Gleim. Das sei bei Griechenland so. Daher sei es auch für die kommenden Ferien beliebt. „Auch die Kanarischen Inseln haben derzeit eine niedrige Inzidenz und sind für den Herbst gefragt“, so Hobbie. (Fabian Becker)

Virusübertragung ist im Flugzeug geringer

Flugzeuge sind deutlich sicherere Fortbewegungsmittel, was die Verbreitung des Coronavirus angeht, sagt Peter Voßbeck vom Reisebüro Schmauch. „Die Kontrollen an den Flughäfen bei der An- und Abreise und die Luftfilter in den Flugzeugen senken das Risiko von Infektionen.“ So seien etwa 80 Prozent der Infektionen durch Reiserückkehrer auf Urlauber zurückzuführen, die mit dem Auto selbst in den Urlaub gefahren seien, und nicht auf Flugreisende. (fab)

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