Auszeichnungen für Siekmann und Hospizgruppe

Bürger- und Ehrenamtspreis in Witzenhausen verliehen

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Einsatz für Schwerstkranke wird gewürdigt: Die Mitglieder der Hospizgruppe Witzenhausen/Neu-Eichenberg leisten auch Trauerarbeit für Kinder und Jugendliche. Unser Bild zeigt Koordinatorin Annette Graser (links) und Mitarbeiterin Sabine Weiland 2017 bei der Vorstellung des Angebots.

Witzenhausen – Das Engagement für Menschen und die Natur zeichnet die Geehrten aus, die am Freitagabend den Bürger- und den Ehrenamtspreis aus Witzenhausen erhielten.

Der Bürgerpreis

Erhielt den Bürgerpreis: Gertrud Siekmann

Sie war mehr als 20 Jahre lang Ortsvorsteherin von Hübenthal, engagiert sich seit 2005 im „Arbeitskreis eine Welt“ und hat das Bildungsangebot im Witzenhäuser Weltladen ausgebaut: Für dieses Engagement erhielt Gertrud Siekmann am Freitagabend beim Neujahrsempfang der Stadt Witzenhausen den Bürgerpreis.

Bürgermeister Daniel Herz lobte bei der Verleihung, dass dank Siekmann im Schnitt alle 14 Tage eine Schulklasse im Weltladen sei, um etwas über Welthandel, fairen Handel und Globalisierung zu lernen. Herz erinnerte auch daran, dass Siekmann sich in ihrer Zeit als Ortsvorsteherin von 1994 bis 2016 unter anderem für die Renaturierung des Hübenbachs sowie für ein Nahwärmenetz und eine Abwasserreinigung mit Schilfbeeten einsetzte. Zudem würdigte er, dass Siekmann in der Planungsphase der umstrittenen Windräder an der nahegelegenen Autobahn dafür sorgte, dass alle Hübenthaler die nötigen Informationen erhielten und mit ihren Sorgen zu Wort kamen. Beim Wettbewerb „Unser Dorf“ im Jahr 2005 sicherten sich die knapp 120 Hübenthaler mit Siekmann an der Spitze einen Sonderpreis.

Der Ehrenamtspreis

Der Ehrenamtspreis der Stadt geht in diesem Jahr an 25 Freiwillige, die seit 1999 Menschen in der letzten Lebensphase unterstützen: die Hospizgruppe Witzenhausen / Neu-Eichenberg. „Sie begleiten auf Wunsch Schwerstkranke und Sterbende zu Hause, im Krankenhaus oder im Altenheim – gleich welchen Alters, Nationalität, Konfession oder Weltanschauung“, würdigte Herz die schwierige Arbeit in seiner Laudatio.

Die Helfer kommen aus verschiedenen Altersgruppen und Berufen und bereiten sich in Seminaren auf die ehrenamtliche Begleitung Kranker, Sterbender und ihrer Angehörigen vor. Koordiniert wird das von einer hauptamtlichen Mitarbeiterin: Zunächst von Christiane Kluge, seit 2011 von Annette Graser. Pro Jahr betreut das Team 40 schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen, seit 2017 bietet die Hospizgruppe auch eine Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche an. Herz: „Das ist im gesamten Werra-Meißner Kreis einmalig.“  

Einen ausführlichen Bericht über die Preisverleihung und den Neujahrsempfang lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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