Bodenuntersuchungen werden juristisch begleitet

Bürgerinitiative Werra-Meißner gegen Suedlink ist in großer Sorge

Beweisfoto aus der Oberpfalz: So sah ein von Starkregen betroffenes Feld nach dem Befahren für eine Probebohrung aus, wie eine Bürgerinitiative gegen das Megastromtrassen-Projekt Suedostlink im Osten von Nürnberg übermittelte.
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Beweisfoto aus der Oberpfalz: So sah ein von Starkregen betroffenes Feld nach dem Befahren für eine Probebohrung aus, wie eine Bürgerinitiative gegen das Megastromtrassen-Projekt Suedostlink im Osten von Nürnberg übermittelte.

Der Bürgerinitiative (BI) Werra-Meißner gegen Suedlink schwant bezüglich der angekündigten Bodenuntersuchungen im Bereich der Trasse für die Megastromleitungen durch das Werratal Böses.

Werra-Meißner – Wie ihr Sprecher Stefan Heuckeroth-Hartmann (Bad Sooden-Allendorf) mitteilte, hätten die ersten vorgenommenen Bodenuntersuchungen in der Oberpfalz für das vergleichbare Projekt Suedostlink gezeigt, dass der versprochene pflegliche und schonende Umgang mit der Natur nicht eingehalten werde. Zugesagte Schutzmatten gegen die Bodenverdichtung durch Befahrung mit schwerem Gerät würden nicht auf den Feldern ausgelegt.

Die Bürgerinitiativen und Eigentümer hätten in den Einwendungen Beweissicherungsgutachten zum Schutz der Natur und ihrer Grundstücke eingefordert, die jedoch von den Vorhabensträgern, also Tennet und Transnet BW, nicht vorgelegt worden seien, berichtet Heuckeroth-Hartmann weiter. Man werde die Aktivitäten der mit den Suchbohrungen und Schürfgruben beauftragten Unternehmen genau beobachten, kündigte er an. In der jetzigen Phase der Planungen würden weitere naturschutzfachlich kritische Punkte wie das Trinkwasser, die für Bad Sooden-Allendorf besonders wichtigen Solequellen und andere schützenswerte Flächen von den angekündigten Suchbohrungen und Schürfgruben betroffen sein.

Weiterhin werde das laufende Planfeststellungsverfahren auch massiv juristisch begleitet, teilte Heuckeroth-Hartmann ferner mit. Die BI Werra-Meißner gegen Suedlink habe einen Anwalt und der Landkreis einen Rechtsbeistand unter anderem durch die Kommunalaufsicht und den Hessischen Städte- und Gemeindebund.

Beweisfoto aus der Oberpfalz: So sah ein von Starkregen betroffenes Feld nach dem Befahren für eine Probebohrung aus, wie eine Bürgerinitiative gegen das Megastromtrassen-Projekt Suedostlink im Osten von Nürnberg übermittelte.

Die Bundes-Bürgerinitiative werde von einem Anwalt in Würzburg vertreten, der Bauernverband habe einen eigenen Juristen und ein Rechtsanwalt werde von den Anrainerkommunen beauftragt. Und das Land Hessen habe zusätzlich den Betroffenen und für die Interessen des Landes Hessen eine eigene juristische Begleitung in Aussicht gestellt.

Der von der BI Werra-Meißner beauftragte Anwalt fordert laut Heuckeroth-Hartmann seit Jahren die gemäß EU-Verordnung erforderliche Kosten-Nutzen-Rechnung zum Schutz der Verbraucher. Diese werde in den Netzentwicklungsplänen der Bundesnetzagentur nicht aufgezeigt.

„Vor dem Hintergrund erstrecken sich die Aktivitäten der BI nicht nur auf medienwirksame Aktionen, sondern es wird viel Zeit und Aufwand in die Unterstützung und Vorbereitung der juristischen Schritte unternommen“, sagt der BI-Sprecher. (Stefan Forbert)

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