Ein Kämpfer und viele Damen

Georg Gries und ehemalige Kirschenhoheiten mit Bürgerpreis geehrt

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Sie gaben seit 1967 der Stadt Witzenhausen ein Gesicht: Die ehemaligen Kirschenköniginnen, die sich regelmäßig treffen und bei den Festen in der Stadt tatkräftig anpacken. Dafür erhielten sie in diesem Jahr den Ehrenamtspreis. Unser Archivbild entstand beim Königinnentreffen anlässlich der Kesperkirmes 2014, damals regierte Königin Natalia I..

Witzenhausen. Es ist stets der Höhepunkt beim Neujahrsempfang der Stadt Witzenhausen: Die Vergabe des Bürgerpreises und des Ehrenamtspreises an Menschen, die sich um die Stadt besonders verdient gemacht haben.

In diesem Jahr zeichnete Bürgermeisterin Angela Fischer Georg Gries sowie die ehemaligen Kirschenköniginnen und Kirschenprinzessinnen aus.

Der Bürgerpreis

Als „Vorbild, Kämpfer und Streiter“ bezeichnete Fischer Georg Gries bei der Vergabe des von der VR-Bank gestifteten Bürgerpreises. Der 76-Jährige wurde damit vor allem für seine Verdienste um den Witzenhäuser Seniorenrat gewürdigt. „Er hat sein Leben und seine ganze Tatkraft eingesetzt für seine Überzeugungen: für Gerechtigkeit, für Rücksichtnahme und Toleranz, für sozialen Ausgleich, für seine Kollegen“, betonte Fischer und wies darauf hin, dass Gries 30 Jahre lang im Betriebsrat der Firma Henschel in Kassel Stimme der Arbeitnehmer war.

Erhielt den Bürgerpreis für seine Verdienste um den Seniorenrat: Georg Gries.

Richtig kennengelernt habe sie Gries, als der durchsetzen wollte, dass der im Jahr 2010 von ihm mitgegründete Seniorenrat Anträge in den städtischen Ausschüssen stellen darf. „So oft ich sagte: Das geht nicht“, so oft bekam ich die Antwort: „Das muss gehen, es geht hier schließlich um die Senioren, das sind schließlich 4833 Bürger, das ist wichtig und da kommen Sie mir mal nicht mit der Hessischen Gemeindeordnung!“, erinnerte sich Fischer schmunzelnd. 

Gries habe während seiner sechs Jahre als Vorsitzender dem Seniorenrat zu großer Bedeutung verholfen, lobte Fischer. „Lebensumstände zu verbessern, ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen und viel Tatkraft zur Unterstützung, das sind Ihre Herzensangelegenheiten und Sie haben dafür gekämpft und gearbeitet.“ Fischers Dank galt auch Gries’ Ehefrau, die ihren Mann stets unterstützt hatte.

Der Ehrenamtspreis

Sie gaben seit 1967 der Stadt Witzenhausen ein Gesicht: Die ehemaligen Kirschenköniginnen, die sich regelmäßig treffen und bei den Festen in der Stadt tatkräftig anpacken. Dafür erhielten sie in diesem Jahr den Ehrenamtspreis. Unser Archivbild entstand beim Königinnentreffen anlässlich der Kesperkirmes 2014, damals regierte Königin Natalia I..

An Damen, die laut Fischer, „mal Einzelkämpfer, mal Gruppe“ waren, in ihrem prachtvollen Ornat „im Sommer geschwitzt und im Winter gefroren“ und dabei stets als Gesicht der Stadt gelächelt haben, geht in diesem Jahr der Ehrenamtspreis. Damit würdigt der Magistrat die ehemaligen Kirschenköniginnen und ihre Prinzessinnen. 

Seit dem Erntefestjubiläum 2007 treten sie gemeinsam regelmäßig in Erscheinung, organisieren das Kinderfest bei der Kesperkirmes, den Brunch für die königlichen Hoheiten am Kanuclub und engagieren sich beim Weihnachtsmarkt. „Der Magistrat der Stadt möchte sich bei jeder Dame persönlich herzlich dafür bedanken, dass Sie mit großer Disziplin, mit charmantem Lächeln und viel Durchhaltevermögen ein ganzes Jahr und zum Teil darüber hinaus, bereit waren, unserer Stadt Ihr Gesicht zu verleihen“, betonte Angela Fischer bei ihrer letzten Preisverleihung als Bürgermeisterin der Stadt Witzenhausen.

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