Bürgerverein will Sitzen auf Marktplatz angenehmer machen

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Für mehr Geselligkeit: Veronika Kühnapfel (von links), Ursula Bartecki mit Hündin Jolka, Ullrich Böttjer, Oliver Pitz und Heiko Niemeier vom Bürgerverein zur Förderung der Bau- und Wohnkultur wollen auf den Steinringen um die Platanen auf dem Marktplatz hölzerne Sitzgelegenheiten installieren.

Witzenhausen. Der spontane Plausch auf dem Witzenhäuser Marktplatz soll bequemer werden. Deshalb hat der Bürgerverein zur Förderung der Bau- und Wohnkultur in Witzenhausen jetzt das Projekt „Sitzen unter Platanen" angestoßen

Dabei sollen auf den Steinsegmenten rund um die markanten Bäume hölzerne Sitzgelegenheiten installiert werden.

Sie sollen zum Verweilen einladen und verhindern, dass die Nutzer einen kalten Po bekommen und schnell weitergehen. Auch sollen einige Segmente aus den Kreisen entfernt werden, damit sich die Menschen beim Sitzen besser einander zuwenden können.

Wiederverwendbare Sitze

Die Sitzflächen sollen aus pflegeleichtem, unbehandelten Holz aus der Region hergestellt werden. „Ich würde Eiche empfehlen“, sagt Heiko Niemeier von der Firma NBW Ladenbau, der zur Verdeutlichung bereits ein Muster hergestellt hat. Zur Installation müsse lediglich ein Aluminiumgestell als Unterlage zum Festschrauben am Steinsegment befestigt werden. Falls der Marktplatz einmal umgestaltet werden sollte, könne man die Sitze leicht entfernen und an anderer Stelle wiederverwenden, erklärt Veronika Kühnapfel, die Vorsitzende des Bürgervereins. Der Verein bietet der Stadt an, mit einer Spendenaktion für die Finanzierung zu sorgen und das Projekt über eine Architektin aus dem Verein fachlich, aber ehrenamtlich umzusetzen.

Bei Bürgermeisterin Angela Fischer, der Bauverwaltung und den Magistratsmitgliedern kam die Idee gut an. Der Magistrat habe beschlossen, die Sitzflächen zunächst nur an einem Segment anzubringen, so Fischer. So könne man sehen, wie aufwändig sich die Montage und das Entfernen einzelner Segmente gestalten, zudem könnte man testen, wie das Angebot von der Bevölkerung angenommen werde.

Der Bürgerverein will es indes bei einem Ring nicht bewenden lassen: „Wir haben das Ziel, mindestens drei, besser aber alle fünf Platanenringe sitzfreundlich zu gestalten“, sagt Kühnapfel.

Wann und wie die ersten Sitze aufgebaut werden können, steht noch nicht fest, die Details müssten noch mit der Bauverwaltung abgesprochen werden, so Kühnapfel. Erste Angebote für die Herstellung der Sitze seien eingeholt. Vielleicht kann das Projekt ja auch mit einem Preisgeld bezahlt werden: Der Bürgerverein schickt es beim mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Wettbewerb „Städte sind zum Leben da!“ des hessischen Umweltministeriums ins Rennen.

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