Bundesweites Modellprojekt startet im Werra-Meißner-Kreis

Freiwillige sollen Senioren bei Katastrophen helfen

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Nachbarschaftshilfe im Ernstfall: Bea Schliessmann, Bettina Ungewickel (von links, Regionalmanagement Nordhessen), Jens Deutschendorf (Kreis Waldeck-Frankenberg), Holger Schach (Regionalmanagement), Dr. Rainer Wallmann (Werra-Meißner-Kreis) und Thomas Mäurer (Bürgermeister Weißenborn) stellten das Modellprojekt vor.

Werra-Meißner. Um gegenseitige Hilfe bei Unwettern zu ermöglichen, fördert das Umweltministerium ein nordhessisches Modellprojekt - das im Werra-Meißner-Kreis startet.

Jeweils eine Gemeinde aus dem Werra-Meißner-Kreis und aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg wurde dafür ausgewählt: In Weißenborn-Rambach und Wangershausen sollen in den kommenden drei Jahren Leitlinien für den Ernstfall erarbeitet werden. Dafür stellt das Ministerium 200.000 Euro zur Verfügung. Die Organisation ist dem Regionalmanagement Nordhessen und den Landkreisen unterstellt. Das Projekt trägt den Namen „Freiwilligen-vor-Ort-System“ (FvOS).

Wie genau am Ende das Resultat aussehen wird und wie insbesondere älteren Menschen geholfen werden kann, das steht derzeit noch nicht fest, teilten die Vertreter der Landkreise und des Regionalmanagements mit. Es sei ein Modellprojekt, was dabei am Ende genau herauskomme, sei offen, sagte Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter des Werra-Meißner-Kreises. Es gebe in dem Bereich aber einen Bedarf, sagten die Beteiligten.

Grob umrissen soll es am Ende der Förderung eine Kartei für Rambach und Wangershausen geben, in denen jeweils rund 200 Menschen leben. Darin enthalten: Wer ist krank und braucht im Notfall Hilfe, wenn etwa Rettungskräfte den Ort nicht sofort erreichen? Wer kann sich um die Person kümmern und wie muss diese Person ausgebildet sein?

Die Hilfe soll durch ein System von Freiwilligen abgedeckt werden. Dieses Konzept, so hoffen die Beteiligten, könnte dann von Landkreisen übernommen werden.

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