Festakt erinnert an Gründung der Stiftung 1970

Burg Ludwigstein soll seit 50 Jahren als  Traditionsort der Jugend erhalten bleiben

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Landrat Stefan Reuß (Dritter von rechts) überreichte dem Stiftungsvorsitzenden Holger Pflüger-Grone (links) sowie dessen Vorstandskollegen Dr. Jörg Möller (rechts daneben) und Torsten Breuer (ganz rechts) diese neue Fahne. Mit ihnen freuten sich Kassels Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber (Zweiter von rechts) und Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz (Dritter von links).

Mit einem Festakt wurde am Samstag das 50-jährige Bestehen der Stiftung Burg Ludwigstein und des Archivs der deutschen Jugendbewegung gefeiert.

In dem Festakt, zu dem rund 40 Gäste gekommen waren, wurde an das Stiftungsgeschäft vom 7. März 1970 erinnert. Seinerzeit hatte der damalige Vorstand der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein das Eigentum an Burg und Archiv an die neu gegründete Stiftung Burg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung übertragen.

„Dieser Akt sollte langfristig sicherstellen, dass die Jugendburg Ludwigstein als Ehrenmal, als eine nach dem Geiste der deutschen Jugendbewegung geprägte Stätte der Begegnung und als Tagungsort der Jugend erhalten sowie die Benutzung, Erweiterung und wissenschaftliche Tätigkeit des Archivs gewährleistet wird“, sagte der aktuelle Stiftungsvorsitzende Holger Pflüger-Grone.

Dieses Vorhaben hat die Stiftung bis heute in beeindruckender Weise in die Tat umgesetzt. Sie initiierte unter anderem den Bau des Hansteinflügels mit dem Schwimmbad (1976), den Dachgeschossausbau im Hansteinflügel und im Bilsteinflügel (1986), den Wirtschaftsanbau mit moderner Großküche und eigenem Speisesaal im Mittelbau (1989) sowie die Sanierung der Sanitäreinrichtungen, die Modernisierung der Großküche und den Austausch großer Teile des Beherbergungsmobiliars (2019). Zu den größten Projekten zählte von 2010 bis 2012 der Enno-Narten-Bau, der in weit über 45 000 freiwilligen Arbeitsstunden entstand.

„Die Erträge der Stiftung sind keine gut gefüllten Schatzkammern, sondern vielmehr Menschen aller Altersstufen, die diese Burg als Traditionsort der Jugendbewegung erhalten und der historischen Verpflichtung zum Erhalt eines einmaligen lebendigen Denkmals nachkommen“, betonte Holger Pflüger-Grone. „Menschen, die die großen Worte der Meißnerformel leben und nach eigener Bestimmung, vor eigener Verantwortung und in innerer Wahrhaftigkeit die Burg und ihr Leben gestalten.“ Hier würden junge Menschen in den freiwilligen Diensten, Freizeiten und Baueinsätzen lernen, gebraucht zu werden und Verantwortung zu übernehmen. „Hier fühlen sich viele Menschen zuhause, hier gibt es Freundschaften“, so der Stiftungsvorsitzende.

Als „Visionen der Stiftung“ nannte Pflüger-Grone neben der Weiterentwicklung des laufenden Burgbetriebs sowie einer weiteren Öffnung für Veranstaltungen und Tourismus vor allem den Erhalt und die Neugestaltung der Burg. „In diesem Jahr kann dank einer finanziellen Unterstützung über das Landesprogramm SWIM das Hallenbad energetisch saniert werden“, berichtete der Vorsitzende.

Darüber hinaus müsste in naher Zukunft der Giebel des Meißnerhauses erneuert werden. „Für die schrittweise Neugestaltung des Bilstein- und Hansteinflügels wird ein Konzept benötigt“, sagte er. Bereits seit 2018 würden die Stiftungsgremien an einem „Masterplan 2020+“ arbeiten. Dabei gehe es unter anderem um die Gestaltung des Bergfußes vom B-27-Parkplatz bis zum Kriegsopferfriedhof, die Flächen des Burgbergs, strategische und bauliche Ergänzungen auf dem Burgplateau, den Breitbandanschluss sowie eine mögliche Archiverweiterung unter dem Motto „museale Burg“ mit Museum und Kunsthalle.

Was die Ehrengäste sagten, lesen Sie in unserer gedruckten Montagsausgabe.

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