Butter hilft gegen Fettflecken

Endlich Frühling: Landfrauen geben Tipps für Frühjahrsputz ohne Chemie

So wird es sauber: Salz, Essig, Öl, Backpulver und Alufolie. Die meisten Hausmittel für den Frühjahrsputz sind in der Küche zu finden.
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So wird es sauber: Salz, Essig, Öl, Backpulver und Alufolie. Die meisten Hausmittel für den Frühjahrsputz sind in der Küche zu finden.

In unserer Frühlingsserie „Endlich Frühling“ berichten wir täglich über Frühlingsgefühle und Frühlingsboten, über Tipps und Trends in der schönsten Jahreszeit. Heute: Tipps für den Frühjahrsputz.

Ermschwerd – „Es muss nicht immer die Chemiekeule sein“, sind sich Christa Kawlowski, Christina Gries und Petra Linde-Marschler einig. Die drei müssen es wissen, denn sie gehören seit vielen Jahren zu den Landfrauen in Ermschwerd. Und wenn sich jemand mit Hausmitteln auskennt, die den Frühjahrsputz erfolgreich machen, dann die Landfrauen.

„Wir sind für die obere Etage vom Schloss zuständig“, erzählt Christina Gries. Die Fenster müssen geputzt, die Fußböden gewischt und die Küche in Ordnung gehalten werden. Dabei kommen hauptsächlich altbewährte Hausmittel zum Einsatz. Die sind nicht nur umweltschonend, sondern auch kostengünstig.

Ihre Allzweckwaffe gegen Schmutz: Essig und Wasser. „Ich putze einfach alles mit Essig“, sagt Christina Gries. Nur Gummidichtungen nicht, denn die werden durch den Einsatz von Essig porös. Beim Fensterputzen mit Essig würde sich besonders gut ein Mikrofasertuch eignen, ergänzt Landfrau Christa Kawlowski. „Im Anschluss die Fenster mit Zeitungspapier abreiben, dann bleiben sie länger sauber“, so ihr Tipp.

Petra Linde-Marschler setzt nicht nur auf Hausmittel beim Putzen, sondern auch auf den richtigen Zeitpunkt: Sie richtet sich nach den Mondphasen. „Flecken bekommt man bei abnehmendem Mond leichter raus“, erzählt sie. Darum wäscht sie Wäsche hauptsächlich, nachdem Vollmond war. „Sowohl beim Putzen als auch beim Waschen benötigt man in der Phase des abnehmenden Monds weniger Reinigungsmittel“, sagt sie. Ein Mondkalender hilft ihr dabei, immer die richtigen Phasen zu erwischen.

Die Landfrauen haben den Eindruck, dass wieder vermehrt im Haushalt auf Mittel aus der Natur zurückgegriffen wird. „Eine Zeit lang war es modern immer das neueste Putzmittel aus der Drogerie im Haus zu haben, die Putzschränke waren voll“, sagt Christa Kawlowski.

Doch die erprobten Hilfsmittel, die in fast jeder Küche zu finden sind, sind nicht in Vergessenheit geraten. „Das Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben und heute achtet man wieder mehr auf die Umwelt und viele lassen darum die Finger von Chemie. Auch der Gesundheit zuliebe“, so die Landfrau weiter.

Alle drei Frauen sind davon überzeugt, dass sich jedes Putzmittel durch ein Hausmittel ersetzen lässt. Sei es der Abflussreiniger, Glasreiniger oder die Silberpolitur: „Silberbesteck glänzt wieder wie am ersten Tag, wenn man es zusammen mit Alufolie und Salz eine Zeit lang in heißes Wasser legt“, so Petra Linde-Marschler. „Ein Stück Kreide im Besteckkasten sorgt dafür, dass es nicht so schnell anläuft“, weiß Christa Kawlowski.

Im Geschirrspüler würde eine zusammengeknüllte Kugel Alufolie im Besteckfach dafür sorgen, dass Messer, Gabeln und Löffel keine Rostflecken bekommen.

Um den Grillrost wieder sauber zu bekommen ist auch kein langes Schruppen notwendig: „Einfach in Zeitungspapier wickeln und über Nacht ins feuchte Gras legen, dann löst sich der Schmutz am nächsten Tag fast von selbst“, sagt Petra Linde-Marschler.

Generell beim Putzen gilt, so ein Tipp von Christina Gries: „Lauwarmes Wasser ist besser als zu heißes.“ Blutflecken würden sich sogar mit kaltem Wasser am besten aus Kleidungsstücken entfernen lassen. Und auch wenn es seltsam klingen mag: „Butter hilft gegen Fettflecken.“

(Wiebke Huck)

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