Familienzentrum lädt zur Einweihung der Erweiterung ein 

„Café Leichtsinn“ in Bad Sooden-Allendorf ist fertig

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Das Herzstück: Über die große Küche im erweiterten Familienzentrum freuen sich Claudia Breinfalk (links), die Projektleiterin des Mütterfrühstücks, und Vorstandsmitglied Amelie-Sophie Neuenroth besonders.

Bad Sooden-Allendorf. Bis vor Kurzem gab es nur eine kleine Teeküche, die unter die Treppe im Flur gequetscht war. Jetzt bildet eine großzügige Küche das Herzstück des Familienzentrums an der Weberstraße in Allendorf. Denn das Familienzentrum konnte um zwei benachbarte schmale Fachwerkhäuser, die zuletzt leer standen, ausgedehnt werden.

Die Erweiterung ist so gut wie abgeschlossen, am kommenden Samstag wird – fast eineinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich – die Einweihung ab 11 Uhr mit einem Tag der offenen Tür (bis 16 Uhr) gefeiert.

Ein vor vier Jahren von der bisherigen Vorsitzenden Annette Ruske-Wolf erstelltes Konzept namens „Café Leichtsinn“, Investitionen von über 210 000 Euro samt über den Verein für Regionalentwicklung organisiertes Fördergeld von der EU sowie mehr als 3000 Stunden Eigenleistungen von 80 ehrenamtlichen Helfern zwischen 14 und 70 Jahren vom Alteinheimischen bis zum geflüchteten Neubürger machten es möglich, dass im Familienzentrum künftig viel mehr in großzügigeren Räumen angeboten werden kann.

Und die Küche, nach den Worten von Vorstandsmitglied Amelie-Sophie Neuenroth das Herzstück des Familienzentrums, wurde teilweise noch von der Diakonie und durch eine Privatspende finanziert. Somit kann künftig wieder einmal im Monat das Multikulti-Essen „Gerichte der Welt“ stattfinden.

Durch den Umbau und die Erweiterung wurden im Erdgeschoss ein großer Gruppenraum mit Fußbodenheizung, ein Kinderwagenparkplatz im Flur und draußen eine neue Terrasse geschaffen.

Im ersten Stock, zu dem es entlang einer renovierten, unverputzten Lehmfachwerkwand hochgeht, wurde ein Raum vergrößert. Darin befindet sich jetzt das Büro, während das kleinere Zimmer für Besprechungen und Beratungsgespräche zur Verfügung steht.

Die Erweiterung ermögliche nun, dass mehr frühkindliche Bildung gefördert werden könne, sagt Annette Ruske-Wolf, die weiterhin als Pädagogische Leiterin fungiert. Das Angebot geht von der Trageberatung bis zur Babymessung, neben Krabbelgruppen wird es eventuell auch ein „Still-Café“ geben.

Nach den Herbstferien starten dann die Mutter-Kind-Gruppe für Geflüchtete, das monatliche Frauencafé sowie die Frauen- und die Männergruppe zur Persönlichkeitsentwicklung. Gehofft wird auch, dass die seit 20 Jahren geplante Vätergruppe nun Wirklichkeit wird.

„Wir sind für weitere Ideen offen, die der Unterstützung von Familien und der Entwicklung der Menschen dienen“, sagt Ruske-Wolf, die mit dem Projekt „Freude, Leichtigkeit und Barrierefreiheit“ ins Familienzentrum bringen wollte. Und nach 17 Monaten von einem „tollen Projekt“ schwärmt: Durch das ehrenamtliche Arbeiten hätten sich viele Menschen kennengelernt und seien in die Gemeinschaft des Familienzentrums hineingewachsen.

Die Räume können auch gemietet werden, beispielsweise für Kindergeburtstage oder Yoga-Stunden. Anfragen werden erbeten ans Büro unter Tel. 0 56 52/91 72 65.

Hintergrund:

Die Gartenfläche hinter dem Haus des Familienzentrums an der Weberstraße konnte mit der Erweiterung sogar verdoppelt werden. Das hinzugewonnene Stück soll zu einem Erlebnisgarten mit Sandkasten aus Natursandsteinen, Barfußpfad, Schaukel für große und kleine Kinder mit und ohne Einschränkungen, Holzbrücke mit Bewegungs- und Sinneserfahrungen für Kinder, Insektenhotel und Küchenkräuter-Hochbeet gestaltet werden. 

Diese Idee wurde als sogenanntes Crowdfunding-Projekt der VR-Bank Werra-Meißner anerkannt, da 50 Fans dafür gewonnen werden konnten. Ziel ist nun, innerhalb der nächsten noch 88 Tage (konkret bis 9. Dezember, 20 Uhr) mindestens 5000 Euro an Spenden zusammenzubekommen. 

Infos: im Internet unter https://vrwm.viele-schaffen-mehr.de/erlebnisgarten-im-faz

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