Wollige Wanderpartner

Christel Eisfeld aus Wendershausen bietet Alpaka-Spaziergänge an

Neue Freunde: Tamira Eckhardt hält ihr Zusammentreffen mit ihrem Wanderpartner, Alpakahengst Mogli, auf einem Selfie fest.
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Neue Freunde: Tamira Eckhardt hält ihr Zusammentreffen mit ihrem Wanderpartner, Alpakahengst Mogli, auf einem Selfie fest.

Eine tierische Auszeit der besonders reizenden Art nahm sich am Samstag eine Familie aus Hann. Münden in der Feldmark bei Wendershausen. Zusammen mit ihren beiden Töchtern und deren Partnern nahmen Kirsten und Winfried Eckhardt an einer Wanderung teil, bei der jeder von ihnen ein Alpaka an der Leine spazieren führte.

Wendershausen – „Das ist einfach großartig“, schwärmt Kirsten Eckhardt, als Alpaka-Züchterin Christel Eisfeld ihr den Zügel in die Hand legt und sie zum ersten Mal aus nächster Nähe in die großen, neugierigen Augen des ihr anvertrauten Tieres blickt. „Ich mochte Alpakas schon immer, aber so nah war ich noch keinem“, so Eckhardt, die ihren Kindern die Wanderung geschenkt hatte. „Weil das mal etwas anderes ist und weil man dieses tolle Angebot auch unterstützen sollte“, sagt sie. Nachdem auch der Rest der Familie einen der wolligen Wanderpartner zugeteilt bekommen hat, setzt sich der Tross in Bewegung.

Entschleunigung vom Alltag: Christel Eisfeld (rechts) führt die Alpaka-Wanderungen durch die Feldmark bei Wendershausen an. Sie liebt ihre Tiere und für die Teilnehmer ist es jedes Mal eine ganz besondere Erfahrung.

„Wir bieten diese Wanderungen an, um den Menschen diese zauberhaften Tiere näherzubringen und um bei den Teilnehmern für Entschleunigung vom oftmals anstrengenden Alltag zu sorgen“, sagt Christel Eisfeld. Zusammen mit ihrem Mann Gerd züchtet die Wendershäuserin seit fünf Jahren Alpakas. „Damals hatte ich auf dem Bauernmarkt in Hann. Münden von einer Alpaka-Zucht in der Region erfahren und mich bei einem Besuch dort unsterblich in die Tiere verliebt“, sagt die 70-Jährige.

Es sei nicht nur das reizende Erscheinungsbild und das gewinnende Wesen dieser aus den südamerikanischen Anden stammenden Kamelform, die sie so sehr begeistere. „Es ist auch ihre Ausstrahlung und ihre Wirkung auf Menschen“, sagt sie. So habe sie schon oft erlebt, dass ihre Tiere bei kranken oder behinderten Menschen kleine Wunder bewirkt hätten: „Alpakas merken, wenn es einem Menschen nicht gut geht.“ So habe ein Tier einmal seinen Kopf in die Hände eines weitgehend gelähmten Kindes gelegt, woraufhin das Kind seine Finger plötzlich ein wenig bewegte.

Ihre Alpakas sind inzwischen viel mehr als nur ein Hobby für Christel und Gerd Eisfeld. Die Zucht, die Herstellung und der Verkauf diverser aus Alpakawolle gewonnener Produkte sowie die Alpaka-Wanderungen bestimmen ihr Leben. „Das alles macht unheimlich viel Freude, weil einem die Tiere so viel zurückgeben“, sagen sie. Um ihr Glück mit anderen zu teilen, vergeben sie seit Kurzem auch Patenschaften für einzelne Alpakas. (Per Schröter)

Kontakt: 0 55 42/45 95

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