Junge Witzenhäuser holten Licht aus Bethlehem

Aktion der Pfadfinder: Das Friedenslicht ist in Witzenhausen angekommen

 Louise Tielkes (Zweite von links), Elisabeth Jacobs und Henner Gädtke haben das Friedenslicht in Bebra in Empfang genommen und am Nordbahnhof mit Pfarrer Dr. Christian Schäfer (links), Monika Plenz (von rechts), Noemi Darotin und Nils Gädtke gleich zwei Mal geteilt.
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Friedenslicht in Witzenhausen: Louise Tielkes (Zweite von links), Elisabeth Jacobs und Henner Gädtke haben das Friedenslicht in Bebra in Empfang genommen und am Nordbahnhof mit Pfarrer Dr. Christian Schäfer (links), Monika Plenz (von rechts), Noemi Darotin und Nils Gädtke gleich zwei Mal geteilt. (Rechts aufs Kreuz klicken, um alle Teilnehmer zu sehen)

Auch in Corona-Zeiten müssen die Menschen nicht auf das Friedenslicht aus Bethlehem verzichten. Die Pfadfinder brachten es nach Witzenhausen - unter erschwerten Bedingungen.

Witzenhausen – Pünktlich um 18.37 Uhr kam am Sonntag das Friedenslicht aus Bethlehem am Witzenhäuser Nordbahnhof an. Henner Gädtke, Elisabeth Jacobs und Louise Tielkes von den Witzenhäuser Pfadfindern vom Stamm Witta sind am Sonntagnachmittag mit dem Zug bis zum Umsteigebahnhof nach Bebra gereist, um es von einer anderen Pfandfinder-Gruppe in Empfang zu nehmen.

Am Bahnhof wartete dann eine weitere Pfadfinder-Delegation um Pfarrer Dr. Christian Schäfer, um die drei Reisenden in Empfang zu nehmen und das Friedenslicht zu teilen. Das Licht mit der Friedensbotschaft wurde noch am Sonntag in 75 angemeldete Haushalte im Kirchspiel Hundelshausen und Dohrenbach verteilt und steht ab sofort für jedermann in der Liebfrauenkirche und in der Erlöserkirche in Witzenhausen zum Abholen bereit.

„Über die Helferinitiative „Dich schickt der Himmel“ kann das Friedenslicht dann auch nach Hause gebracht werden“, sagt Schäfer. Ebenso bietet die Helferinitiative der evangelischen Kirche, des Kreisjugendringes und der Pfadfinder während des Lockdowns wieder Lebensmitteleinkäufe für Personen mit erhöhtem Risiko an.

Die Geschichte des Friedenslichtes als weihnachtliches Symbol ist eine Initiative des Österreichischen Rundfunks und wurde nach Angaben des Rings deutscher Pfadfinderverbände 1986 das erste Mal von einem oberösterreichischem Kind in der Geburtsgrotte Jesu entzündet. Von dort reist es in einer explosionssicheren Lampe mit dem Flugzeug nach Wien. Am dritten Adventswochenende wird es von verschiedenen Gruppierungen mit dem Zug in alle Orte Österreichs und in viele europäische Länder gesandt. Aufgrund der Corona-Pandemie nahm es dieses Mal allerdings einen anderen Weg.

Von Wien wurde es von österreichischen Pfadfindern bis an die Grenze bei Salzburg gebracht. Dort wurde es an mehrere Pfadfinder-Delegationen verteilt, die das Friedenslicht mit dem Auto sternförmig weitertransportierten.

Das Witzenhäuser Licht landete schließlich in Fulda, wo es auf dem Messegelände mit einem Entsendegottesdienst an weitere Pfadfindergruppen verteilt wurde. Die Witzenhäuser, die das Friedenslicht seit etwa 30 Jahren nach Witzenhausen tragen, haben es dann in Bebra übernommen und es nach Witzenhausen gebracht. Das Friedenslicht ist kein magisches Zeichen, das den Frieden herbeizaubern kann. Vielmehr soll es uns an unsere Pflicht erinnern, uns immer wieder für den Frieden einzusetzen.  (Hartmut Neugebauer)

Öffnungszeiten zur Abholung des Friedenslichts:

- Erlöserkirche Witzenhausen täglich 8 bis 19 Uhr,

- Liebfrauenkirche Witzenhausen Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr,

- Helferinitiative „Dich schickt der Himmel“, Tel. 0 55 42/9 53 98 21.

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