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Vorsitzender Schnare holt Titel des Rassegeflügelzuchtvereins Witzenhausen

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Von: Christoph Cortis

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Die Laufente von Helmut Kalina (links) präsentiert seine Laufentem, Karl Schnare seine Taube, mit der er sich den Titel des Vereinsmeisters sicherte. Im Hintergrund: Bürgermeister Daniel Herz, der Schirmherr der Geflügelschau.
Prachtvögel: Mit der Höchstnote bewertet wurden die Laufente von Helmut Kalina (links) und die Taube des Vereinsvorsitzenden Karl Schnare, der sich den Titel des Vereinsmeisters sicherte. Im Hintergrund: Bürgermeister Daniel Herz, der Schirmherr der Geflügelschau. © Chris Cortis

Dass die Kleinsten auch ganz groß sein können, zeigte sich am Wochenende auf der Schau des Rassegeflügelzuchtvereins Witzenhausen in Gertenbach.

Gertenbach – Mit seinen Tauben der Rasse Elsterpurzler (rot) erzielte der Vereinsvorsitzende Karl Schnare (Hann. Münden) gleich zwei Mal die Höchstnote „vorzüglich“, welche die Juroren auch seinem jungen Zwerghahn der Rasse Plymouth Rocks zusprachen. Mit 481 Punkten und einer Durchschnittsnote von 96,2 auf fünf Tiere bedeutete das zugleich die Vereinsmeisterschaft.

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Daniel Herz hatten in der Mehrzweckhalle des Witzenhäuser Stadtteils 17 Aussteller 185 Tiere aus 36 Rassen und Farbschlägen präsentiert: Gänse, Enten, Großhühner, Zwerghühner und Tauben.

Weitere Höchstnoten erzielten in der Kategorie der Zwerghühner aus Witzenhausen Helmut Kalina (Zwerg-Orpington, blau gesäumt), aus Cornberg Helmut Günther (Zwerg-Kraienköppe, goldhalsig) und aus Herleshausen Thomas Buchenau (Zwerg New-Hampshire). Ein Vorzüglich gab es außerdem für die silber-wildfarbigen Laufenten von Helmut Kalina und in der Kategorie der Großhühner für Elmar Lückert (Bad Sooden-Allendorf) auf Barenvelder, braun-schwarz, doppelt gesäumt.

Die begehrten Burgbergbänder errangen demnach Karl Schnare, Helmut Kalina und Thomas Buchenau. Letzterer erhielt zudem den Ehrenpreis des Kreisverbandes und Schnare den des Landesverbandes.

Auch wenn sich die Zahl der Teilnehmer an der Schau nach den Worten des Vorsitzenden „bei weitem noch nicht auf dem Niveau“ wie vor der Coronakrise befinde, sei eine steigende Tendenz dennoch erkennbar.

Mit ihrem Hobby, betonte Schnare in seinem Grußwort, leisteten die Geflügelzüchter einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und Traditionspflege und sorgten dafür, dass auch künftige Generationen schon früh „mit dem Wunder des Lebens in Kontakt kommen“. Die Jugend sei „die Hoffnung des gesamten Vereinswesens“.

Bei Kaffee und belegten Brötchen wurde Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz mit einem Schreiben aus dem städtischen Bauamt konfrontiert, wonach die Mehrzweckhalle in Gertenbach letztmalig zur Geflügelausstellung zur Verfügung gestanden habe. Begründung: Zuletzt habe es Klagen gegeben wegen einer angeblich nicht ausreichenden Reinigung und einer über Tage anhaltenden Geruchsbelästigung.

Zunehmend, bedauerte der SPD-Landtagsabgeordnete Knut John, stünden nicht nur die Geflügelzüchter vor dem Problem, dass ihnen Ausstellungsflächen unter Dach verwehrt würden. Dem wolle und werde er entgegentreten. Züchter benötigten Verlässlichkeit, unterstrich der Bürgermeister, und fügte an deren Adresse hinzu: „Ihr braucht euren Platz, und ihr habt ihn auch verdient.“

Grüße der Landrätin überbrachte Kreisbeigeordneter Karl-Heinz Schäfer, der den Mitgliedern des vor 116 Jahren gegründeten Vereins „ein ganz tolles Hobby“ bescheinigte.

Gewidmet war die Schau der im Februar verstorbenen Uta Hesse, die 21 Jahre lang Schriftführerin des Rassegeflügelzuchtvereins Witzenhausen war.  (zcc)

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