Wasser ist gesund und schmeckt

Gelstertalschule in Hundelshausen hat vom Kreis einen Trinkwasserspender bekommen

Die Schülerinnen Paula (von links) und Raja stehen als erste für das Wasser aus dem neuen Spender an, nachdem Vizelandrat Dr. Rainer Wallmann und Schulleiter Thomas Ochs ihn freigegeben haben.
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Die Schülerinnen Paula (von links) und Raja stehen als erste für das Wasser aus dem neuen Spender an, nachdem Vizelandrat Dr. Rainer Wallmann und Schulleiter Thomas Ochs ihn freigegeben haben.

Frisch gezapft wird jetzt an der Gelstertalschule in Hundelshausen. Denn die Schule hat einen Trinkwasserspender bekommen, der am Montag im kleinen Kreis eingeweiht wurde.

Hundelshausen – Die rund 140 Kinder der Grundschule können nun jederzeit frisches Leitungswasser trinken, das zusätzlich durch zwei Aktivkohlefilter geleitet und mit UV-Licht bestrahlt wurde, sodass es Tafelwasserqualität hat.

Den Trinkwasserspender initiiert hat Schulleiter Thomas Ochs: „Bei meinem Schuldienst in Hamburg habe ich einen Spender im täglichen Einsatz erlebt.“ In der Gelstertalschule wurde bisher Wasser aus Pfandflaschen zum Eigenkostenanteil angeboten. „Aber die haben viele Nachteile“, sagt Ochs. So sei die Lagerung des Wassers über Monate in den Plastikflaschen in Bezug auf Mikroplastik fragwürdig. Auch spare die Schule mit dem Wasserspender viel Platz, da die Pfandflaschen nicht mehr gelagert werden müssen.

Vizelandrat Dr. Rainer Wallmann war sofort offen für das Thema. „Ich bin ein Fan von Leitungswasser und freue mich, wenn es mehr Menschen trinken wollen“, sagt Wallmann. Mit dem Fachbereichsleiter für Bauen und Umwelt, Peter Brengel, klärte er die technische Umsetzung und Finanzierung des Wasserspenders.

„Viele Menschen trinken zu wenig“, sagt Wallmann. So solle ein Erwachsener um die anderthalb bis zwei Liter täglich trinken und auch Kinder etwa einen bis anderthalb Liter.

„Die Gesundheit der Kinder ist wichtig, deswegen sollten sie möglichst keine Cola oder zuckerhaltigen Limos trinken, sondern das am stärksten überwachte Lebensmittel, das wir haben – unser Trinkwasser.“ Bei den Kindern kommt der Spender gut an: „Das Wasser schmeckt richtig gut“, meint ein Schüler nach der ersten Kostprobe.

Der Kreis unterstützt dieses Projekt zudem, da es auch den Aspekt der Abfallvermeidung aufgreift, erklärt Wallmann. Für Mineralwasser aus Flaschen müssten diese hergestellt, befüllt, transportiert und im Optimalfall schließlich wieder abtransportiert und recycelt werden. Auch den Schülern sind die Probleme rund ums Thema Wasser und Müll bekannt. Sie erzählen von Bastelprojekten aus alten Plastikflaschen und Raja, die die dritte Klasse besucht, berichtet, dass sie bereits einmal Schlammwasser gefiltert haben, bis sie es trinken konnten.

Der Wasserspender wird vom Kreis versuchsweise für drei Jahre gemietet und kostet 87 Euro im Monat, inklusive der jährlichen Wartung, erklärt Wallmann. Auch für andere Schulen bestände diese Möglichkeit.  (Evelyn Ludolph)

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