Auf dem Weg zur Liebesbeziehung

Delegation aus dem spanischen Olvera ist zu Besuch in Witzenhausen 

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Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz (Mitte) begrüßte die Delegation aus Olvera mit seinem dortigen Amtskollegen Francisco Párraga (links neben Herz) sowie die deutschen Organisatoren des Treffens.

Ein weiterer Schritt für eine Städtepartnerschaft zwischen Witzenhausen und der Stadt Olvera in der spanischen Provinz Andalusien ist getan. Seit Sonntag besucht zum ersten Mal eine siebenköpfige Delegation aus Spanien die Kirschenstadt.

Mit dabei ist Wolfgang Berus, in Witzenhausen geborener Künstler, der heute in Olvera lebt und die Idee zur Städtepartnerschaft im vergangenen Jahr hatte.

Für die Gäste haben Eva-Maria Wille und Christiane Zinngrebe vom Städtepartnerschaftsverein ein buntes Programm für den einwöchigen Aufenthalt entwickelt. Neben einer Turmbesteigung und einer Stadtführung stehen unter anderem Besuche in der Umgebung an, etwa im Grenzmuseum Schifflersgrund, in Hann. Münden und eine Wanderung vom Hanstein zur Teufelskanzel.

Offiziell wurde es am Dienstag beim Empfang durch Bürgermeister Daniel Herz im Rathaussaal. Bisher hatten die Oberhäupter der beiden Städte nur brieflich Kontakt, nun lernten sie sich persönlich kennen. Mit Berus als Übersetzer berichtete Herz von der Geschichte und den politischen Gegebenheiten Witzenhausens und stellte sich den Fragen der Gäste, unter anderem zur Parteienvielfalt im Witzenhäuser Parlament und den Modalitäten der Bürgermeisterwahlen.

Für Lacher sorgte Herz, als er bereits jetzt für den Gegenbesuch in Olvera im kommenden Jahr ankündigte: „Ich mag zwar keine Oliven, aber vielleicht ändert sich das noch.“

Witzenhausen gefällt ihm, betonte Herz’ spanischer Amtskollege Francisco Párraga. Dass es während des Besuchs gelegentlich regnet, störe nicht. „In Andalusien ist Regen Gold“, betonte er. Zudem, so Párraga, gebe es viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Städten. So liege etwa bei beiden ein wirtschaftlicher Schwerpunkt auf der Landwirtschaft. Außerdem hätten beide eine Geschichte als Grenzstadt. Während diese bei Witzenhausen in der jüngeren Vergangenheit stattgefunden hat, gab es in Olvera früher eine Grenze zwischen dem christlichen und dem Maurenreich, führte Párraga aus.

Was die spanische Stadt auszeichnet – Oliven, eine Burg und der Spruch „Von mir geht der Friede aus“ als Zeichen für Neuankömmlinge, dass es ein offener Ort ist – ist auf dem Stadtwappen verewigt. Eine kleine Version davon übergab Párraga an Herz.

Ob aus den gegenseitigen Besuchen eine offizielle Städtepartnerschaft zwischen Witzenhausen und Olvera entsteht, wird sich herausstellen. Die Prognose von Wolfgang Berus dazu lautet: „Ich glaube, es wird eine richtige Liebesbeziehung.“

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