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Freie Aktionsgruppe für Umwelt, soziales Miteinander und Kultur in Witzenhausen gegründet

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Von: Nicole Demmer

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So sieht der Account auf Instagram aus.
So sieht der Account auf Instagram aus. © Nicole Demmer

In Witzenhausen hat sich die freie Aktionsgruppe „Hinnern Nuff!“ gegründet.

Witzenhausen – „Hinnern nuff!“ ist gutes Nordhessisch dafür, den Allerwertesten nach oben zu bekommen und sich zu engagieren. Genau darum geht es einer Gruppe, die sich jetzt unter diesem Motto in Witzenhausen gegründet hat.

Wichtig ist den Organisatoren dabei, dass sie keiner Organisation, Verein, Verband oder Partei angehören wollen, erklärt Pit Theiß, der die Gruppe ins Leben gerufen hat. Seit er vor rund zwei Jahren mit Menschen, die sich engagieren möchten, ins Gespräch gekommen ist, sei immer wieder das Argument gekommen, dass diese – etwa, weil sie zum Studium in Witzenhausen sind – nicht längerfristig vor Ort bleiben und daher keinem Verein oder keiner Partei beitreten möchten. Zudem seien diese festen Verbände immer auch partei- oder vereinspolitisch gesteuert, so Theiß. Und: Vielen Menschen sei es nicht möglich, dauerhaft in einer Institution mitzuarbeiten.

Hier greift die Idee der freien Gruppe: „Wir bieten Menschen die freie Möglichkeit, sich jederzeit an unseren Aktionen zu beteiligen, sich einzubringen und uns zu unterstützen, solange es ihre Zeit und ihre Möglichkeiten zulassen“, so Theiß. Dafür hat er nun unter „Hinnern Nuff“ einen eigenen Kanal im Netzwerk Instagram erstellt, über den es Informationen zu Aktionen gibt.

Zum Kernbereich der Gruppe gehören unter anderem Pit Theiß und seine Frau Kirsten, Mareike Bikos und Franziska Steinbrücker. Der Schwerpunkt ihrer Aktionen soll im sozialen Miteinander, Kultur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit liegen. Zwar gehört die Gruppe keiner Organisation an, unterstützt oder arbeitet aber themenbezogen mit zum Beispiel Amnesty International, Sea Sheperd, Greenpeace und anderen zusammen.

Zur ersten Aktion, dem World-Clean-Up-Day (Welt-Aufräumtag) im September 2022, hat Theiß noch über die sozialen Medien Menschen zum Mitmachen angeschrieben. Sechs bis acht Erwachsene waren mit ihren Kindern dabei, berichtet er. Und: Die Witzenhäuser Pfadfinder hätten die Idee gut gefunden und zwei Wochen später ebenfalls eine Aufräumaktion gestartet. Am 4. März diesen Jahres soll es dann ein weiteres Aufräumen „mit den Pfadfindern und wer noch Zeit und Lust hat“ geben.

Regelmäßig gibt es seit dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember Mahnwachen zur Situation in Iran. Für dieses Jahr sind zudem noch Aktionen zum Weltkindertag und zum Fridays-For-Future-Tag angedacht, ebenso wie zum ersten Todestag der in Iran wegen eines falsch getragenen Kopftuches am 16. September 2022 getöteten Mahsa Amini. (nde)

Sie gehören zu den Gruppengründern: Pit Theiß (von links), Franziska Steinbrücker und Mareike Bikos.
Sie gehören zu den Gruppengründern: Pit Theiß (von links), Franziska Steinbrücker und Mareike Bikos. © privat/nh

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