Steffen-Peter Horn vervollständigt den Vorstand der VR-Bank Mitte

Der Mann aus Witzenhausen für die Innovationen

Auf der blauen Mitmachbank: Steffen-Peter Horn gehört seit Juli dem Vorstand der VR-Bank Mitte an, der damit wieder komplett ist. Hier sitzt er vor einem Kunstwerk im Eingangsbereich der Filiale in Eschwege.
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Auf der blauen Mitmachbank: Steffen-Peter Horn gehört seit Juli dem Vorstand der VR-Bank Mitte an, der damit wieder komplett ist. Hier sitzt er vor einem Kunstwerk im Eingangsbereich der Filiale in Eschwege.

Die Balance zu finden zwischen Tradition und Innovation, das ist der Weg, von dem sich die VR-Bank Mitte ihren künftigen Erfolg verspricht. Das sagt Steffen-Peter Horn. Er geht mit vorneweg auf diesem Weg.

Werra-Meißner – Der Witzenhäuser Steffen-Peter Horn vervollständigt seit Anfang Juli das Vorstandsteam der VR-Bank beziehungsweise folgt – schon vorab – auf Rolf Döring, der mit Ablauf des Jahres in den Ruhestand geht.

Horn, der zuletzt im Vorstand der Sparkasse Göttingen tätig war, übernimmt bei der VR-Bank den inhaltlichen Schwerpunkt, wie er sagt, und kümmert sich um die internen Bereiche Produktion und Steuerung, um die Personalentwicklung, die technischen Prozesse des Geldinstituts sowie die Betreuung der Gremien der Genossenschaftsbank mit ihren rund 90 000 Kunden, von denen über die Hälfte auch Mitglied sind. Und der 48-Jährige ist für die Innovationen zuständig.

Neu bei der VR-Bank ist eine eigene Telefonfiliale, die wegen der Corona-Einschränkungen schnell eingerichtet wurde, um den Kunden den gesamten Service auch ohne Kontakt in den Geschäftsstellen weiterhin zu bieten. Diese mit 30 Bankkaufleuten bestückte Filiale will Horn beibehalten, ohne dafür eine der 32 Geschäftsstellen zu schließen. „Digital können wir auch“, man habe die Bedürfnisse vor Ort befriedigen können, das sei durch Corona jetzt bewiesen, sagt der Banker, der auch deshalb die Position der VR-Bank Mitte im Wettbewerb gestärkt sieht.

Wobei er, das betont Horn mehrfach, die Wettbewerber ausschließlich im Internet sieht. Als Pfund, oder gar Pfunde gegenüber diesen baut er nicht nur auf die Beratung und darauf, dass seine Bank in der Region verwurzelt sei: „Mir gefällt das Mitmachen durch die Mitglieder.“ Und das wird – Stichwort „Mitmachbank“ – stärker gefördert denn je.

Horn verspricht sich viel von der Befragung der Kunden nach ihren Wünschen. Das soll jetzt dauerhaft erfolgen – denn die Wünsche veränderten sich gerade. Man wolle den Trends folgen, ohne das Traditionelle zu vernachlässigen. Daraus will er Ideen entwickeln, dann aber „nicht vorgeben, nur andenken und vorschlagen“. Da schwebt ihm schon die durchsichtige Kreditkarte für die Jugend vor und für den nicht mehr mobilen Senioren der „Privatsekretär“, der die bürokratischen Wege abnimmt.

Auch den Begriff Regionalität benutzt der Banker gern. Damit meint er die Verwurzelung der VR-Bank im Dreieck Werra-Meißner-Kreis - Eichsfeld - Südniedersachsen, aber auch seine eigene: Er ist in Vellmar aufgewachsen, in Kassel zur Schule (Abitur am Friedrichsgymnasium) gegangen und hat in Göttingen das Studium absolviert. Die Liebe – er ist seit 2006 verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter – ließ ihn in Witzenhausen ansässig werden, dort wohnt er am Warteberg.

Geboren jedoch ist Horn in Eschwege, weil seine Mutter nicht wollte, dass in seiner Geburtsurkunde Neheim-Hüsten (heute Stadtteile von Arnsberg) steht. Und so zogen die Eltern schnell noch vor der Geburt aus dem Sauerland nach Eschwege, wo die Großmutter und ein Großonkel zu Hause waren. Nach wenigen Monaten an der Werra wechselte die Familie zwar nach Vellmar, doch zur Oma ging es immer mal. Vom Dietemann und von den Reitern sei er immer beeindruckt gewesen, erinnert sich der heute 48-Jährige noch gut an Johannisfeste in Eschwege. Dort, wie auch in Witzenhausen, wird man ihn jetzt wieder häufiger sehen.

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