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Der Mietvertrag der Tafel Witzenhausen wurde gekündigt

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Von: Marvin Hinrichsen

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Die Mitglieder der Tafel hoffen auf eine schnelle Lösung: Günter Engel und Monika Hemann in der Tafel Witzenhausen.
Die Mitglieder der Tafel hoffen auf eine schnelle Lösung: Günter Engel und Monika Hemann in der Tafel Witzenhausen. ©  Marvin Hinrichsen

Witzenhausen – Der Vertrag wurde gekündigt. Die Tafel Witzenhausen muss nach 16 Jahren die Räumlichkeiten an der Obere Mühlstrasse 2b in Witzenhausen räumen. Auch wenn die 80 Quadratmeter nur knapp bemessen seien, hätte sich die Mitarbeiter hier gut organisiert. Umso schlimmer sei jetzt die Gewissheit, dass eine neue Räumlichkeit gesucht werden müsse.

„Bis Ende des Jahres müssen wir hier raus sein“, sagt die Vorsitzende der Tafel, Monika Hemann. Die gesamten Helfer seien in großer Sorge, wie es weiterginge. „Aktuell versorgen wir hier wöchentlich 450 Menschen, darunter sind 150 Kinder“, sagt Hemann. Gerade jetzt in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten sei es wichtig, vor Ort zu sein und den Menschen Unterstützung leisten zu können.

Die Tafel Witzenhausen erwartet noch mehr Kunden

„Wir erwarten im Winter noch mehr Kunden, die auf die Hilfe von uns angewiesen sind“, betont Hemann. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine habe schon dafür gesorgt, dass die Flüchtlinge versorgt werden müssten. Allein wegen des großen Andrangs der vergangenen Monate würde die Suche nach einer neuen Immobilie schon auf Hochtouren laufen.

„Die größte Schwierigkeit ist, die passenden Räume zu finden“, sagt Günter Engel, Beisitzer im Vorstand der Tafel Witzenhausen. Am besten sei es, wenn die neuen Räumlichkeiten Fliesenboden hätte, irgendwas, was leicht zu reinigen wäre. „Wenn wir es uns aussuchen könnten, würden wir gerne eine Größe von 100 bis 120 Quadratmeter haben“, wünscht sich Engel. Es sei aber auch notwendig, nicht auf dem Präsentierteller zu stehen. „Für viele ist es leider noch eine Überwindung, zu uns zu kommen und Hilfe in Anspruch zu nehmen“, schildert Hemann. Auch Witzenhausen Bürgermeister Daniel Herz hofft auf eine schnelle Lösung. „Aktuell prüfen wir, welche Immobilien infrage kommen könnten“, versichert Bürgermeister Herz.

Dies sieht auch Günter Engel so. „Diese Ungewissheit ist unerträglich und geht auch auf die Moral der ehrenamtlichen Helfer“, kritisiert Günter Engel.

(Marvin Hinrichsen)

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