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documenta-Sitzgruppe steht an Witzenhäuser Werrabrücke

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Von: Per Schröter

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Sie soll ein Ort der Begegnung sein: Anja Strecker (Leiterin der Bauverwaltung, von links), Stadtplaner Kai Simon, Ingo Ruppert (Fachdienst Soziales und Jugend), Johannes Cremer (Lokales Bündnis für Familien), Künstlerin Gudrun Ingratubun und Bürgermeister Daniel Herz weihten die Sitzgruppe unweit der Werrabrücke ein.
Sie soll ein Ort der Begegnung sein: Anja Strecker (Leiterin der Bauverwaltung, von links), Stadtplaner Kai Simon, Ingo Ruppert (Fachdienst Soziales und Jugend), Johannes Cremer (Lokales Bündnis für Familien), Künstlerin Gudrun Ingratubun und Bürgermeister Daniel Herz weihten die Sitzgruppe unweit der Werrabrücke ein. © Per Schröter

Mehr als einen Monat nach ihrem Ende wirft die documenta 15 ihre Schatten noch bis nach Witzenhausen. Die Stadt hat der Berliner Künstlerin Gudrun Ingratubun eine dreiteilige Sitzgruppe abgekauft, die während der Kunstausstellung in Kassel auf dem Friedrichsplatz vor dem Fridericianum gestanden hatte. Jetzt wurden die Möbel an der Werrabrücke aufgestellt.

Witzenhausen – „Bei der Sitzgruppe steht die Idee im Vordergrund“, sagt Gudrun Ingratubun. Als Künstlerin sei es ihr ein Anliegen, eine Verbindung herzustellen zwischen Kunst und Stadtgestaltung. „Mit diesen Möbeln wollte ich gleichzeitig einen Ort für Begegnung von Menschen schaffen als auch für den Dialog mit Pflanzen“, so Ingratubun. Dafür habe sie aus Holzbrettern und Paletten drei Bänke mit integrierten Kästen gebaut, die mit Erde gefüllt und bepflanzt werden können. Als Blickfang dienen die gewaltigen, in der Erde steckenden Bambusstangen, die den Wald symbolisieren sollen und die gleichzeitig als Rankhilfe genutzt werden können.

„Diese Möbel haben eine Geschichte und passen perfekt zur Bio-Stadt Witzenhausen“, sagt Kai Simon vom Fachbereich Stadtplanung. „Wir haben schon seit Langem einen kritischen Blick darauf, wie es am Übergang vom Werraufer zur Innenstadt aussieht“, so Simon. Bislang sei der Bereich der Bushaltestelle neben der Werrabrücke geprägt gewesen von einer alten Bank, einem hässlichen Mülleimer, unnötigen Schildern und einem Fahrradständer, den niemand genutzt hat. Nachdem Jugendliche im Rahmen eines Projektes des „Aktionsplanes Kinderfreundliche Kommune“ des Fachdienstes Soziales und Jugend bei einer Stadtbegehung den Wunsch geäußert hätten, an der Werrabrücke überdachte Sitzgelegenheiten aufzustellen, habe man sich auf die Suche nach geeigneten Möbeln gemacht.

„Da hat es uns natürlich sehr gefreut, als Johannes Cremer vom Lokalen Bündnis für Familien den Kontakt zu Gudrun Ingratubun hergestellt hat“, sagt Kai Simon. Da ihre Sitzgruppe im Sommer mit einem Sonnensegel ausgestattet werden könne, seien sie geradezu optimal geeignet. Den Anschaffungspreis von 1900 Euro finanziert die Stadt aus Mitteln des Förderprogramms „Zukunft Innenstadt“ des Landes Hessen. „Um die Sitzgruppe wetterfest zu machen, soll sie jetzt noch eingeölt werden“, sagt Kai Simon. „Ich finde es super, dass meine Sitzgruppe ein neues Zuhause gefunden hat“, freut sich Gudrun Ingratubun. „Und dann noch an einem so schönen Platz wie hier mit Blick auf die Werra.“  

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