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Donnerstags ist an der Johannisberg-Schule in Witzenhausen Veggie-Tag

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Von: Wiebke Huck

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Wollen den Schülern gesunde Ernährung näher bringen: Martina Hartmann (von links), Elmar Schulte, Julia Staufenbiehl, Andreas Hilmes, Heinz-Peter Berger und Kamil Daniek vor dem Bistro der Johannisberg-Schule mit Veggie-Burgern.
Wollen den Schülern gesunde Ernährung näher bringen: Martina Hartmann (von links), Elmar Schulte, Julia Staufenbiehl, Andreas Hilmes, Heinz-Peter Berger und Kamil Daniek vor dem Bistro der Johannisberg-Schule mit Veggie-Burgern. © Wiebke Huck

Brötchen belegt mit frischen Tomaten und Mozzarella, Laugenbrezel und Veggie-Burger mit hausgemachten Patties und Salat – noch mehr leckere vegetarische Snacks gibt es jetzt immer einmal in der Woche an der Johannisberg-Schule, denn seit kurzem ist hier der Donnerstag Veggie-Tag.

Witzenhausen – Das bedeutet, an diesem Tag gibt es im Schul-Bistro vegetarische Snacks und auch die zur Auswahl stehenden Gerichte auf der Mittagskarte sind vegetarisch. „Wir wollen an unserer Schule sowohl ernährungstechnisch aber auch umwelttechnisch ein Zeichen setzen“, sagt dazu Lehrer Elmar Schulte, der Leiter des Gesundheitsteams der Johannisberg-Schule ist.

Ein vegetarisches Gericht steht schon länger täglich auf der Speisekarte. Donnerstags sind es nun zwei – dafür gibt es keins mit Fleisch. Dabei sind leckere Kreationen wie mediterrane Gemüsepfanne mit Kartoffel-Wedges, Farfalle mit Käse-Lauch-Soße oder frischer Salat mit Oliven und Feta.

Gnocchi-Salat
Gnocchi-Salat © Martina Hartmann

Bei den meisten Schülern kommt die Neuerung gut an. „Geschmeckt hat es bisher allen“, weiß Martina Hartmann, Koordinatorin der Nachmittagsbetreuung Lernzeit. Sie ist nachmittags dabei, wenn die Kinder essen. Die gefüllten Paprika und der Gnocchi-Salat, die Gerichte, die es am Veggie-Tag in der vergangenen Woche gab, trafen den Geschmack von allen, so Hartmann. Viele Schüler, die mit vegetarischer Kost noch nicht viele Berührungspunkte hatten, seinen neugierig und offen, aber es gäbe auch Skeptiker, sagt Kamil Daniek. Die wolle man ermutigen etwas Neues auszuprobieren und offen für mehr Vielfalt zu werden und dadurch die gesunde Ernährung der Schüler zu unterstützen. Denn: „Es ist nicht gesund zu viel Fleisch zu essen, die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt nicht mehr als 500 Gramm pro Woche“, sagt Elmar Schulte.

Gefüllte Paprika
Gefüllte Paprika © Martina Hartmann

Auch das Tierwohl spiele eine große Rolle. „Die Schüler sollen wissen, dass Tiere, deren Fleisch billig verkauft wird, kein gutes Leben gehabt haben können“, so Andreas Hilmes. Ernährung sei ein so vielfältiges Thema, dass es fast in jedem Unterrichtsfach zur Sprache kommt.

Die Schüler erleben, dass es auch eine Rolle spielt, wenn es zum Beispiel um die Frage geht, wie man Energie einsparen kann. „Eine Antwort ist, durch vegetarische Ernährung“, sagt Julia Staufenbiehl. „Wer sich vegetarisch ernährt, spart CO2 ein“, ergänzt Andreas Hilmes. Also geht es dabei auch um Umweltschutz.

„Auch Nicht-Vegetarier können ruhig mal auf ein Stück Fleisch verzichten“, findet Bistro-Betreiber Hans-Peter Berger. Er selbst isst Fleisch, war aber sofort offen für die Idee, einen Veggie-Tag einzuführen und ist selbst „ganz überrascht von der Geschmacksvielfalt“, sagt er.  (hbk)

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