Witzenhausen

Drei wollen Krone und Zepter: Kandidatinnen zur Wahl der Kirschenkönigin stellen sich vor

Die Kandidatinnen für die Wahl zur 54. Witzenhäuser Kirschenkönigin: Samira Winter (links), Stina Brüchmann (rechts) und Antonia Niemeier (fehlte beim Vorstellungstermin). Thronfolgerin Martha Schönert (Mitte) verzichtet wegen ihrer Schwangerschaft auf die Kandidatur.
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Die Kandidatinnen für die Wahl zur 54. Witzenhäuser Kirschenkönigin: Samira Winter (links), Stina Brüchmann (rechts) und Antonia Niemeier (fehlte beim Vorstellungstermin). Thronfolgerin Martha Schönert (Mitte) verzichtet wegen ihrer Schwangerschaft auf die Kandidatur.

Die Kesperkirmes und die damit verbundene Wahl der Kirschenkönigin zählt in Witzenhausen traditionell zu den größten gesellschaftlichen Ereignissen des Jahres.

Witzenhausen - Nachdem beides im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste und zum ersten Mal keine neue Kirschenkönigin gewählt werden konnte soll die Wahl zur 54. Kirschenkönigin diesmal definitiv stattfinden. Dafür gehen drei Kandidatinnen ins Rennen. Aufgrund der abgesagten Wahl im vergangenen Jahr blieb das „alte“ Königshaus im Amt, und es wurden lediglich drei neue Thronfolgerinnen ernannt, die seither zusammen mit Kirschenkönigin Sophia Mausolf sowie den Prinzessinnen Anna Romanov und Anastasia Bikhe die Stadt Witzenhausen repräsentierten.

Zu den beiden Thronfolgerinnen Samira Winter und Antonia Niemeier, die bereits ein Jahr Erfahrung im Repräsentieren der Stadt sammeln konnten, gesellt sich mit Stina Brüchmann eine neue Kandidatin. „Wir freuen uns, eine weitere Kandidatin gefunden zu haben, zumal Martha Schönert für die Wahl zur Kirschenkönigin nicht mehr zur Verfügung steht“, sagt Katja Lindemann-Grunewald von der Tourist-Information (TI) Witzenhausen. Der erfreuliche Grund für Schönerts Verzicht: Sie ist schwanger und wird im Oktober ihr erstes Kind zur Welt bringen. „Ich werde dem neuen Königshaus aber sowohl vor als auch nach der Geburt weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen, denn die Gruppe ist mir sehr ans Herz gewachsen“, sagt die 28-jährige Gesundheits- und Krankenpflegerin. Nur eben nicht als Königin, weil dafür einfach die Zeit fehlen werde. Die neue Kirschenkönigin wird wie vor zwei Jahren sowohl von den Witzenhäusern als auch von einer Jury gewählt. Wie die Krönung dann ablaufen wird, steht allerdings noch in den Sternen.

„Fest steht, dass es die Kesperkirmes, wie wir sie kennen, auch in diesem Jahr nicht geben wird und sie wohl wie bereits 2020 digital stattfinden wird“, bedauert TI-Geschäftsführer Johannes Siebold. Ein Stadtfest mit so vielen Menschen, die sich dicht an dicht drängen, sei in der aktuellen Situation einfach noch undenkbar. „Dennoch werden wir alles versuchen, um zumindest die Krönung - wenn irgendwie möglich – in Präsenz zu veranstalten“, so Siebold. Wenn das nicht machbar sei, werde auch sie digital stattfinden.

Egal in welcher Form sie stattfinden wird – Bürgermeister Daniel Herz freut sich schon jetzt auf die Krönungszeremonie. „Es ist toll, dass wir drei junge Frauen gefunden haben, die sich zur Wahl stellen und die unsere schöne Stadt im kommenden Jahr repräsentieren wollen“, sagte er bei der offiziellen Vorstellung der Kandidatinnen, bei der mit Antonia Niemeier eine nicht anwesend sein konnte. Herz dankte aber auch dem amtierenden Königshaus, „das zum ersten Mal überhaupt zwei Jahre im Amt war und das seine Sache richtig gut gemacht hat“.

Kandidatin Stina Brüchmann

Kandidatin Stina Brüchmann

Stina Brüchmann (23) stammt aus Neu-Eichenberg und lebt in Göttingen, wo sie als Vorstandsassistentin beim DRK-Kreisverband arbeitet. Neben Fußball (Brüchmann ist seit ihrer Kindheit beim FC Hebenshausen aktiv) zählen Sport im Allgemeinen, Lesen und Reisen zu ihren Hobbys. „Außerdem bin ich gerne in der Natur unterwegs“, sagt sie. Ihrer Heimat fühle sie sich sehr verbunden. „Ich habe ein Jahr als Au-pair in Amerika verbracht und dabei gemerkt, dass nichts die Heimat ersetzen kann“, sagt sie. Sie freue sich, Witzenhausen repräsentieren zu dürfen.

Kandidatin Samira Winter

Kandidatin Samira Winter

Samira Winter (19) ist in Unterrieden und Werleshausen aufgewachsen und lebt jetzt in Roßbach. In ihrer Freizeit erkundet sie die Landschaft mit Hund, Familie und Freunden, singt und tanzt seit 2012 Hip-Hop in der Tanzschule „Body & Soul“. Winter macht gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Witzenhäuser Johannisbergschule und möchte danach zur Polizei gehen. Schon ihre Schwester war Kirschenprinzessin, sie selbst war stets großer Fan des Königshauses: „Ich wollte schon als Kind Kirschenkönigin werden“, sagt sie. Winters Lebensmotto: „No risk, no fun“. 

Kandidatin Antonia Niemeier

Kandidatin Antonia Niemeier

Antonia Niemeier (25) ist in Witzenhausen geboren und in Kleinalmerode aufgewachsen. Jetzt lebt sie in Hessisch Lichtenau, fühlt sich aber ihrer Heimatstadt immer noch tief verbunden. In ihrer Freizeit ist Niemeier zu Fuß oder auf dem Pferd in der Natur unterwegs, gibt für die DLRG Schwimmunterricht für Kinder und engagiert sich für die Witzenhäuser Jugendförderung. Niemeier ist Ergotherapeutin in einer Rehaklinik in Bad Sooden-Allendorf. Sie habe schon 2016 überlegt, ob sie sich bewerben soll. „Ich möchte gern die Region repräsentieren, aus der ich komme.“ (Per Schröter)

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