Duschhauben fürs Team

Ehepaar ist seit Jahren begeistert vom Kirschblüten-Walking

Jedes Jahr dabei: Auf diesem Bild vom Kirschblüten-Walking 2009 ist Gretel Evers ganz rechts vorne zu sehen. Archivfoto: Kopietz

Unterrieden. Das 15. Kirschblüten-Walking startet am Sonntag, 19. April, im Werratal. Gretel Evers freut sich jetzt schon auf das Ereignis.

Die Großalmeröderin ist eine Blütenläuferin der ersten Stunde. In all den Jahren hat sie schon viel auf der Strecke erlebt.

Ihren Mann hat Gretel Evers vor vier Jahren mit dem Lauf-Virus infiziert: „Sechs Kilometer laufen? Wo ist die Zwischenübernachtung“, hat er 2011, bei seinem ersten Kirschblüten-Walking, noch gefragt. Heute lacht er über sich selbst. „Ich habe wirklich geglaubt, das schaffe ich nicht. Aber hat es mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich danach komplett ausgerüstet habe.“

Seitdem teilen Gretel und Wolfgang Evers das gleiche Hobby: Laufen in der Natur, stressfrei und mit Gleichgesinnten. Sie ist Übungsleiterin der Nordic-Walking-Sparte bei der Turngemeinde 1863 Großalmerode und er Mitglied in der Laufgruppe des TV Jahn Rommerode.

Wolfgang Evers

Das von MuMM 50, einer Abteilung des MTV 03 Unterrieden, organisierte Kirschblüten-Walking am 19. April ist in ihrem Terminkalender fest geblockt. Vor allem die „liebevolle Organisation“ überzeugt beide. „Viele Freizeitsportler scheuen ja Massenveranstaltungen. Aber der Kirschblütenlauf ist anders. Hier muss keiner ein Sport-Ass sein. Es gibt keinen Leistungsdruck, keine Zeiterfassung, keine Vergleicherei. Egal, ob schnell oder gemütlich - hier laufen alle aus purer Freude an der Bewegung mit“, betonen beide.

Viel Spaß für kleines Geld 

Die Streckenführung sei gut gewählt und ausgeschildert. „Keiner braucht Angst zu haben, sich zu verlaufen.“ Auch die Service-Stationen seien genau da, wo sie gebraucht werden, die Preise für Speisen und Getränke moderat und das Kuchenbuffet gigantisch. „Viel Spaß für kleines Geld“, bringt es Gretel Evers auf den Punkt.

Gretel Evers

Toll sei auch das Gemeinschaftsgefühl der Läufer untereinander: „Wir müssen uns keine Gedanken über unsere Garderobe machen. Alle tragen dasselbe Trikot: schwarze Hose, rotes Shirt, Halstuch, Almeröder Jacke, fertig.“ Das sei zwar nicht Pflicht, aber schön. „So erkennen sich die Gruppen auf der Strecke schon von Weitem. Das ist immer ein großes „Hallo“! Viele kommen von weit her und man sieht sich nur einmal im Jahr.“ Für ein Schwätzchen sei da immer Zeit. „Das ist ja das Schöne: Beim Kirschblütenlauf geht es nicht ums Gewinnen.“

So halten es Gretel und Wolfgang Evers auch in ihren Laufgruppen. Da werden unterwegs Blümchen gepflückt oder auch mal Pilze im Halstuch gesammelt. „So viel Zeit muss sein“, sagen beide und lachen.

Ein Accessoire haben aber bestimmt nur die Damen von Gretel Evers im Gepäck: Duschhauben. Für jede Läuferin hat die Übungsleiterin eine dabei, falls es anfängt zu regnen. Das sehe zwar lustig aus, sei aber äußerst praktisch. „In den Händen haben wir ja unsere Stöcke, da können wir keinen Schirm mehr halten.“

Am 19. April ist es wieder soweit. Bleibt zu hoffen, dass die Kirschen blühen und die Duschhauben in der Tasche bleiben können.

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