Ehepaar Herwig ist seit 60 Jahren verheiratet

Vor 60 Jahren: Gertrud und Friedrich Herwig gaben sich am 30. Juli 1955 das Jawort. Repro: Scheunert

Witzenhausen. Vor 60 Jahren haben Gertrud und Friedrich Herwig geheiratet. Heute feiern sie ihre diamantene Hochzeit.

Sie hätten eine gute und harmonische Ehe verbracht, sagen emotional berührt Gertrud und Friedrich (Friedel) Herwig nach 60 Jahren. Darauf ist das Witzenhäuser Paar stolz und feiert heute seine diamantene Hochzeit.

Kennengelernt haben sie sich in Großalmerode. Gertrud war 1951 von Heiligenstadt zur Schwester in die Tonstadt gezogen, Friedel besuchte dort seinen ältesten Bruder. Aus Freundschaft wurde Liebe, im Januar 1955 verlobten sich die beiden. Die Hochzeit ließ nicht lange auf sich warten: Am 30. Juli 1955 gaben sie sich das Jawort. Die Hochzeit wurde nur mit den beiden Trauzeugen, also in kleinster Runde gefeiert. Die heute 80-jährige Gertrud erinnert sich lachend: „Die Hochzeitsreise ging von Witzenhausen nach Kleinalmerode im Linienbus, dort wohnte mein Friedel in einer Einzimmerwohnung“. Sohn Bernd wurde 1956 geboren, ihm folgten die Töchter Gabriele 1960 und Elke 1963.

Auch nach 60 Jahren glücklich vereint: Die Eheleute Herwig sind sich und Witzenhausen treu geblieben und feiern heute ihre diamantene Hochzeit. Foto: Scheunert

Friedel begann seine Malerlehre 1946 bei der Firma Dietz in der Oberen Mühlstraße in Witzenhausen. Dem Malerberuf blieb er 49 Jahre treu, bis zum Eintritt in den Ruhestand 1995. Gertrud arbeitete in Heiligenstadt und Großalmerode in Strickereien, später dann noch bei der Firma Jora in Witzenhausen. Danach kümmerte sie sich in erster Linie um die drei Kinder.

Die Eheleute Herwig übernahmen ab 1. Mai 1962 sein Elternhaus in der Feldstraße in Witzenhausen. „Wir mussten sehr viel modernisieren und später auch noch anbauen. Die Arbeiten waren nicht leicht, haben am Ende aber doch viel Spaß gemacht“, erinnert sich der heute 83-Jährige.

„Beste Künstlerin im Kuchenbacken.“ 

Er hat zwei Hobbys: Er malt mit Bleistift wunderschöne Bilder, wie den Turm der Liebfrauenkirche oder Schloss Berlepsch, aber auch Landschaften. Das andere Hobby ist die Anfertigung von kleinen bunt bemalten Weihnachtsmännern aus Besenstielen: Zum Weihnachtsfest warten die Familie, Nachbarn und Bekannte auf die neuesten Werke. Letztendlich pflegt er auch seinen Garten rund ums Haus, hier kann man seinen Ordnungssinn erkennen. Ehefrau Gertrud schaltet und waltet im Haus, kocht und backt gern und gut, was Enkelin Julia auf einer Schiefertafel mit dem Spruch „Beste Künstlerin im Kuchenbacken“ dokumentiert hat.

An den ersten Urlaub in 1980 auf einem Campingplatz im Harz erinnern sich die Jubilare gern. Es folgten weitere Reisen zum Nordkap, nach Österreich und auch in die USA nach Florida. Friedel sagt schmunzelnd: „Ich habe nie einen Führerschein gemacht und fahre demnach auch kein Auto, wir sind aber trotzdem viel herumgekommen.“ 2014 wurden die Eheleute von der Siedlergemeinschaft Witzenhausen für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Gefeiert wird am Samstag in der Krone in Witzenhausen mit etwa 50 Personen, dort werden die Familien ihrer drei Kinder mit fünf Enkeln und zwei Urenkeln gratulieren.

Von Peter Scheunert

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