Covid-19-Patient aus Bad Homburg wurde ins Klinikum Witzenhausen verlegt

Witzenhausens Wehr und THW improvisieren einen Hubschrauber-Landeplatz

Provisorischer Landeplatz: Damit der Rettungshubschrauber der Johanniter Luftrettung gut landen konnte, wurde der Festplatz am Laubenweg mit Flutlichtwagen und transportablen Strahlern ausgeleuchtet und umlaufendes Blaulicht eingeschaltet.
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Provisorischer Landeplatz: Damit der Rettungshubschrauber der Johanniter Luftrettung gut landen konnte, wurde der Festplatz am Laubenweg mit Flutlichtwagen und transportablen Strahlern ausgeleuchtet und umlaufendes Blaulicht eingeschaltet.

Damit ein Covid-19-Patient in die Witzenhäuser Klinik verlegt werden konnte, improvisierte die Feuerwehr einen Hubschrauber-Landeplatz.

Witzenhausen – 23 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Deutschem Roten Kreuz (DRK) waren am Dienstag im Einsatz, als ein Hubschrauber der Johanniter Luftrettung aus Reichelsheim (Wetterau-Kreis) um 20.26 Uhr auf dem Witzenhäuser Festplatz am Laubenweg landete. Dieser beförderte einen beatmeten Covid-19-Patienten aus Bad Homburg, der ins Witzenhäuser Pandemie-Krankenhaus verlegt werden sollte.

Bevor der Hubschrauber landen konnte, hatte Einsatzleiter Claus Demandt neben der Witzenhäuser Wehr auch die Einsatzabteilung aus Gertenbach und das Technische Hilfswerk angefordert. Gemeinsam leuchteten sie mit mehreren Flutlichtwagen sowie transportablen Strahlern den Festplatz aus, damit der Hubschrauber gefahrlos landen konnte. Ebenso wurde der Festplatz im Vorfeld nach losen Gegenständen abgesucht, damit durch die Luftaufwirbelung bei der Landung keine Gegenstände durch die Luft fliegen. Der Löschzug aus Gertenbach hatte mit ausgerolltem Schlauchmaterial und einem Schaumlöscher Vorbereitungen getroffen, damit bei einem möglichen Brand sofort eingegriffen werden konnte. Damit der Landeplatz vom Piloten schnell lokalisiert werden konnte, wurde rund um den Festplatz umlaufendes Blaulicht eingeschaltet.

Nach der Landung ging es dann ganz schnell: Mit Tragehilfen des Roten Kreuzes und der örtlichen Feuerwehr wurde der mit einem „IsoArk-System“ isolierte Patient in das bereitgestellte DRK- Fahrzeug transportiert. Das „IsoArk-Isolierzelt“ sei extra für den Transport kontaminierter Patienten entwickelt worden und arbeite mit Unterdruck, heißt es von der Johanniter-Unfallhilfe. Mit einem Filter-System werde sichergestellt, dass Krankheitserreger das Isolierzelt nicht verlassen können – so wird die Umgebung geschützt. Damit der Patient aus Bad Homburg überwacht werden konnte, waren neben dem Beatmungsgerät verschiedene intensiv-medizinische Systeme von außen an das Isolierzelt angebracht.

Nach dem Abtransport des Patienten war der Feuerwehreinsatz indes noch nicht beendet. Denn es dauerte etwa eineinhalb Stunden, bis der mitgereiste Notarzt und sein Rettungsassistent zurück waren und der Hubschrauber gegen 22 Uhr wieder Richtung Wetterau starten konnte. Grund war die vollständige Desinfektion der verwendeten Materialien im Krankenhaus, damit das Virus nicht verschleppt werden kann. „Alle am Einsatz beteiligten Helfer trugen vorschriftsmäßig eine FFP-2-Maske und konnten somit der Besatzung helfen, ohne sich selbst oder andere zu gefährden“, lobte die Johanniter Unfallrettung im Nachgang. (znb)

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