Gemeindeglieder durften bei Erntedankfeier Vierbeiner mitbringen

Ein tierischer Gottesdienst in Wendershausen

Hunde an der Leine mit Herrchens und Frauchens auf Spaziergang durch Wendershausen.
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Tierischer Wandergottesdienst in Wendershausen: Auf dem rund sechs Kilometer langen „Kirschweg 1“ wurde dabei mit Pfarrerin Jennifer Keomanee (blauer Mantel) an mehreren Stationen Halt gemacht, gesungen, gebetet und Geschichten vorgelesen sowie für Kinder verschiedene Spiele angeboten.

Einen Erntedankgottesdienst der ganz besonderen Art feierten am Sonntag die Mitglieder des Kirchspiels Oberrieden, Unterrieden und Wendershausen. Dessen Pastorin Jennifer Keomanee und der Kirchenvorstand hatten zu einem „tierischen Wandergottesdienst“ eingeladen, an dem rund 40 Gemeindemitglieder teilnahmen – zehn hatten ihre Hunde dabei.

Wendershausen - „Wegen Corona waren wir seit dem Frühjahr nicht mehr in unseren drei Kirchen, weil die alle klein sind und dort jeweils nur wenige Menschen an Gottesdiensten teilnehmen könnten“, sagt Keomanee. Aus diesem Grund habe sie seit dem Lockdown mit dem Kirchenvorstand zusammen neue Formen der Gemeindearbeit ausprobiert. Um zu Erntedank möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, an einem gemeinsamen Gottesdienst teilzunehmen, habe sich eine Wanderung förmlich angeboten. Auf dem rund sechs Kilometer langen „Kirschweg 1“ bei Wendershausen wurde dabei an mehreren Stationen Halt gemacht, gesungen, gebetet und Geschichten vorgelesen sowie für Kinder verschiedene Spiele angeboten. „Ein Gottesdienst in Etappen also“, scherzte die Pastorin.

Hinter der Idee, daraus einen „tierischen“ Wandergottesdienst zu machen und den Gemeindemitgliedern zu ermöglichen, ihre Hunde, Katzen oder Pferde mitzunehmen – am Ende wurde es dann doch ausschließlich Hunde – , steckte ein einfacher Gedanke, so Keomanee. „Dadurch wollte ich darauf aufmerksam machen, dass man im Zusammenhang von Natur und Schöpfung auch an die Tiere denken sollte.“

„Toll, dass es so etwas gibt“, lobte Torsten Eyrich, der mit Frau und Hund gekommen war. „Wenn schon mal ein Gottesdienst angeboten wird, bei dem man sein Tier mitbringen kann, dann muss man das auch unbedingt ausprobieren.“

Doch es gab auch andere Meinungen. „Ich bin schon mal gebissen worden und habe Angst vor Hunden“, war die ganze Sache einer Teilnehmerin, die nicht genannt werden wollte, nicht so ganz geheuer. „Ich vertraue darauf, dass die Hundehalter ihre Tiere an der Leine lassen und werde mich selbst etwas im Hintergrund halten“, sagte sie. Die Idee als solche fanden sowohl die Frau als auch ihr Mann jedoch gut. „Sonst wären wir heute ja auch nicht dabei.“

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