Eine Arche zum Toben

Neuseesen hat nach langem Ringen jetzt einen Spielplatz

Erste Spielplatzbesucherin: Die sechsjährige Carolin kam mit ihren Eltern Helen und Georg Hefter und nahm sogleich Besitz von der Arche, die ihr Vater erbaut hat.
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Erste Spielplatzbesucherin: Die sechsjährige Carolin kam mit ihren Eltern Helen und Georg Hefter und nahm sogleich Besitz von der Arche, die ihr Vater erbaut hat.

In Neuseesen toben Kinder jetzt auf der frisch eingeweihten Holz-Arche.

Neuseesen – In Witzenhausens Stadtteil Neuseesen ist am Donnerstag der Kinderspielplatz seiner Bestimmung übergeben worden. Das 76-Seelen-Dorf ist damit der letzte Ortsteil, der mit einer solchen Einrichtung ausgestattet ist. Sie besteht aus einer sechs Meter langen und über zwei Meter hohen, hölzernen Konstruktion, die einer Arche nachempfunden ist und neben Rutsche und Kletterstange viele andere Möglichkeiten zum Toben und Spielen bietet.

Hergestellt hat die Arche der Architekt und Zimmerer Georg Hefter aus Roßbach. Er ist auf ökologisches Bauen und Spielplatzbau spezialisiert und hat viele ähnliche Projekte in der Region bereits verwirklicht. „Früher habe ich Piratenschiffe gebaut, heute ist es die Arche“, sagte er.

Als biblisches Motiv passt die Arche an ihren Standort unmittelbar hinter der Dorfkirche. Das Grundstück hat die Kirche für einen geringen Betrag an die Stadt verpachtet. Rund um das Spielgerät wurden 22 Tonnen feinkörniger Kies aufgebracht, damit die Kinder -– ein Dutzend gibt es in Neuseesen – weich fallen, wenn sie von der Arche runterpurzeln. Das übrige Gelände wurde mit Grassamen frisch eingesät, weshalb die Kinder auch noch eine Weile warten müssen, bis sie ihren Spielplatz benutzen können.

Der soll nach den Worten von Ortsvorsteher Karl-Ernst Küstner-Wetekam noch ergänzt werden um eine wetterfeste Tischtennisplatte und eine zweite Bank.

22 Jahre habe man um einen Kinderspielplatz gerungen, erklärte Küstner-Wetekam eingangs der kurzen Übergabe-Zeremonie, an der neben Bürgermeister Herz auch die Leiterin des Stadtbauamtes, Anja Strecker, und Vertreter des Kirchenvorstandes teilnahmen. Schon sein Vorvorgänger im Amt, Klaus-Peter Isecke, habe sich um das Projekt bemüht. Ein „neues Zeitalter“ sei aber erst mit dem Ikek-Programm angebrochen, aus dem der Kinderspielplatz mit Gesamtkosten von rund 45 000 Euro zu 85 Prozent finanziert worden sei. (zcc)

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