Eine Familie kommt in Hotel unter

Nach Großbrand in Witzenhausens Altstadt: Ursache ist noch unklar

Nach dem Brand in der Witzenhäuser Altstadt gilt das Gebäude als einsturzgefährdet. Die Bewohner brauchen eine neue Unterkunft.
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Nach dem Brand in der Witzenhäuser Altstadt gilt das Gebäude als einsturzgefährdet. Die Bewohner brauchen eine neue Unterkunft.

Nach dem Brand an der Walburger Straße in Witzenhausen in der Nacht zu Samstag hat die Polizei die Schadenssumme von ursprünglich 200 000 auf 350 000 Euro nach oben korrigiert.

Witzenhausen – Nach wie vor ist die Brandursache noch vollkommen unklar.

Im Laufe des Dienstags werden Mitarbeiter des Landeskriminalamts erwartet, teilte Polizeisprecher Jörg Künstler mit. Inwieweit Untersuchungen vor Ort möglich sein werden, ist allerdings noch unklar, da das Haus als einsturzgefährdet eingestuft wurde und die Ursache für den Brand in der Dachgeschosswohnung zu suchen ist, wo das Feuer ausbrach.

Was es mit dem Knall auf sich hat, der circa eine Dreiviertelstunde vor Ausbruch des Feuers zu hören war und ob beides in einem Zusammenhang steht, dazu konnte Künstler auch gestern noch keine Angaben machen.

Bisher haben sich bei der Stadt eine Frau, ein Mann und dessen Vater, welche die Wohnung im ersten Stock samt Katze bewohnten, als obdachlos gemeldet, teilte Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz auf Anfrage mit. Bis Ende der Woche habe die Stadt, welche im Fall einer plötzlichen Obdachlosigkeit aufkommen muss, für sie eine Bleibe in einem Hotel in Dohrenbach gefunden, danach müsse man weitersehen. Denn aktuell seien alle Obdachlosenunterkünfte in Witzenhausen und den Stadtteilen komplett belegt, sagte Herz.

Eine weitere Person, vermutlich die Frau, welche in der Dachgeschosswohnung lebte, wollte sich im Lauf des gestrigen Tages bei der Stadt melden.

Unterdessen haben Gabi Lepper und Gert Jaeger vom Verein „Wir für Witzenhausen“ bereits ihre Hilfe für die Brandopfer angeboten. „Wir haben auf unserer Facebook-Seite und in den Gruppen gefragt, wer die Betroffenen kennt, an wen wir uns wenden können, um zu helfen“, sagt Lepper. Denn bevor man anfange, irgendwelche Spenden zu sammeln, wolle man erst einmal wissen, was genau benötigt werde.

„Bisher hat sich die Hausverwalterin des Nachbarhauses gemeldet und uns mitgeteilt, dass die Bewohner Unterstellmöglichkeiten für ihre Möbel und Hilfe beim Packen benötigen.“

Da das meiste durch die Versicherungen vermutlich gedeckt sei, werde ein Spendenaufruf vermutlich nicht nötig sein, sagt Jaeger. „Aber wenn es nötig ist, machen wir natürlich auch wieder einen Spendenaufruf – dazu wurde unser Verein gegründet.“ Egal, ob mit Geld, Möbeln, Kleidung, Arbeitskraft oder bei der Suche nach einer neuen Mietwohnung: Der Verein, der seit seiner Gründung vor einem Vierteljahr bereits 40 Mitglieder zählt und sich nach wie vor über Zuwachs freut, will helfen. (Gudrun Skupio)

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