Ziel ist Wiederbelebung

Eine Million für die Zentren: Vier Städte im Werra-Meißner-Kreis werden gefördert

Hier soll wieder mehr Leben einkehren: In der Innenstadt von Witzenhausen ist es oft vergleichsweise ruhig.
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Hier soll wieder mehr Leben einkehren: In der Innenstadt von Witzenhausen ist es oft vergleichsweise ruhig.

Eine Million Euro aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ vom Hessischen Wirtschaftsministerium und dem Bündnis Innenstadt fließen in den Werra-Meißner-Kreis.

Werra-Meißner – Eschwege, Wanfried, Witzenhausen und Hessisch Lichtenau haben jetzt den Förderbescheid über je 250.000 Euro von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir erhalten.

Witzenhausen war vorbereitet

Zum richtigen Zeitpunkt kam das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ für die Stadt Witzenhausen. Hier beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe seit Monaten mit der Frage, wie man den örtlichen Einzelhandel nach den starken Einbußen durch die Corona-Pandemie stärken könne. Dafür wurden Ideen entwickelt, mit denen sich die Stadt bewerben konnte, sagt Bürgermeister Daniel Herz. Man habe nichts zusätzlich erarbeiten müssen, „es war alles schon da.“

Negative Auswirkungen auf andere Förderprogramme des Landes, wie das Stadtentwicklungsprogramm ISEK, hat der jüngste Geldregen nicht. Geplant sind unter anderem Schaufensterkampagnen für ein aktives Leerstandsmanagement, eine einheitliche Möblierung des Marktplatzes sowie professionelle Beratung für Start-Up-Unternehmen.

Bürger sollen in Hessisch Lichtenau mitgestalten

Auch in die Stadt Hessisch Lichtenau sei „die Freude groß gewesen“, so Hauptamtsleiter Jens Hellmer. Er möchte noch keine Angaben darüber machen, wozu die Stadt das Geld verwendet wird, denn die Bürger sollen in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden, sagt er.

Wanfried setzt auf Museum und Bücherei, Eschwege auf Angebote im Freien

Konkrete Ideen gibt es bereits in Wanfried: Die Verkehrsberuhigung der Marktstraße, die Gestaltung von Räumlichkeiten für das Museum und die Bücherei sowie digitale Informationsmöglichkeiten werden mit dem Geld umgesetzt. „Damit wollen wir der Innenstadt einen neuen Impuls für mehr Attraktivität und Aufenthaltsqualität verleihen“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard.

In Eschwege sieht das Konzept vor, die Innenstadt zur „Draußen-Stadt“ umzubauen, „um ein Zugpferd für Touristen zu werden und die Frequenz in der Innenstadt zu erhöhen“, wie Bürgermeister Alexander Heppe erklärt. „Wasser und Grün“ sollen die Fußgängerzone ökologisch aufwerten. Dazu werden Verweilplätze ohne Konsumzwang und Spielmöglichkeiten geschaffen. Die Stadt bekommt für das Konzept des „Eschwege-Hauses“ zusätzlich eine halbe Million Euro aus dem gleichen Förderprogramm. (Tobias Stück, Friederike Steensen und Wiebke Huck)

Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“

Mit besonders innovativen und nachhaltigen Ideen zur Belebung der Stadtzentren und Ortskerne konnten hessische Kommunen sich für das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ bewerben. Bis Ende Juni erreichten das Wirtschaftsministerium 176 Einsendungen. 110 Städte werden jetzt mit insgesamt 27 Millionen Euro gefördert. Drei Städte erhalten außerdem den hessischen Kommunalpreis für lebendige Innenstädte, dazu gehört auch Eschwege. (hbk)

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