Bürgerinitiative gegen die Starkstromtrasse weist auf geplante Abweichung von Vorgabe hin

Suedlink durch den Werra-Meißner-Kreis: Eingaben nur noch bis Freitag möglich

Mitglieder der Bürgerinitiative Werra-Meißner gegen Suedlink stehen mit Plakaten und einer großen Karte oberhalb des Grenzmuseums bei Bad Sooden-Allendorf auf freiem Feld.
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Aktion als Hinweis: Weil die Frist für Einwendungen zur Suedlink-Starkstromtrasse heute endet, haben zwölf Mitglieder der Bürgerinitiative Werra-Meißner gegen Suedlink kurzfristig oberhalb des Grenzmuseums bei Bad Sooden-Allendorf mit einem Banner den Verlauf der Trasse gezeigt.

Am Freitag, 26. März, läuft die Frist für Eingaben zur den Werra-Meißner-Kreis durchschneidenden Suedlink-Starkstromtrasse ab. Deshalb hatte die Bürgerinitiative (BI) Werra-Meißner gegen Suedlink mit einer kurzfristig organisierten Aktion auf dem Sickenberg mit Banner noch einmal auf den geplanten Verlauf und die Frist hingewiesen.

Werra-Meißner – Auf der Fläche hinter dem Grenzmuseum Sickenberg oberhalb von Bad Sooden-Allendorf soll der Planung zufolge das sogenannte Vorstrecken der Schutzrohre und Kabel im Zusammenhang mit dem Durchbohren des Naturschutzgebietes „Grünen Bandes“ erfolgen. Diese liege außerhalb des festgelegten 1000-Meter-Korridors, heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Zudem werde höchstwahrscheinlich eine Streuobstwiese dabei gekreuzt.

Die Eigentümer oder Pächter dürften sich aber erst im nächsten Schritt des Planfeststellungsverfahrens beteiligen, was nach derzeitigem Stand des Verfahrens Mitte 2022 sein wird. Diese „erst sehr späte Beteiligung sowie die rein online gestaltete, jetzt laufende Antragskonferenz“ wird von der BI abgelehnt, weil so ein Austausch zwischen Beteiligten und Fachleuten nur schwer möglich sei.

Die Bürgerinitiative weist aber darauf hin, dass bis einschließlich Freitag, 26. März, noch „jeder Bürger, der für dezentrale Energiewende und gegen Suedlink ist,“ von seinem Recht auf Einwendungen an die Entscheidungsbehörde Bundesnetzagentur Gebrauch machen kann.

Die Einwände können eingebracht werden per Brief an: Bundesnetzagentur, Referat 804, Postfach 8001, 53105 Bonn, über die Interneteingabemaske: netzausbau.de/vorhaben3-c2 sowie per E-Mail: v3v4c2@bnetza.de.

Bei Problemen und Fragen steht die Bürgerinitiative auch kurzfristig noch zur Verfügung unter bsagegensuedlink@gmx.de.  (sff)

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