Räume im Dorfgemeinschaftshaus

Endlich eigenes Domizil: Jugendliche in Ellingerode bekommen Jugendraum

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Sie freuen sich über die Jugendräume in Ellingerode: Eliza Bölling (hinten, von links), Sophia-Celine Wallmer und David Sußebach sowie Ben Rohrhirsch (vorn, von links), Philo Bölling und Michael Sußebach . 

Ellingerode. Da kommt Freude auf bei den Jugendlichen in Ellingerode: Zum ersten Mal in der Geschichte des aktuell 296 Einwohner zählenden Witzenhäuser Stadtteils haben die jungen Leute hochoffiziell ein eigenes Domizil.

Nach Auskunft von Ortsvorsteher Martin Knobel entschied der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung, den Jugendlichen großzügige Räume im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) zu überlassen. Schlüsselübergabe wird am kommenden Montag sein.

Das Gremium folgte damit einem Antrag, den die 17-jährige Eliza Bölling im Namen der örtlichen Jugendgruppe formuliert hatte, die als Verein im Mai aus der Taufe gehoben worden war. Die Schülerin, die an den Beruflichen Schulen in Witzenhausen Abitur machen möchte, ist die Vorsitzende dieses Vereins.

Mit drei Aufenthaltsräumen, einer Küche und einem Bad haben die Räume im ersten Stock des DGH fast schon die Qualität eines kleinen Jugendzentrums. Allerdings: Noch sind sie komplett leer. Einige Möbelstücke wurden zwar schon gespendet, aber für weitere sind die Jugendlichen sehr dankbar, die – wo nötig – Tapezier- und Malerarbeiten selbst in die Hand nehmen.

Ehrgeiziges Ziel: Zum Jahreswechsel soll dort eine große Silvesterparty steigen, während sich die Erwachsenen eine Etage tiefer vergnügen können. Bis 2014 diente das Fachwerkgebäude am Ortsausgang in Richtung Kleinalmerode als Gaststätte mit darüber liegender Pächterwohnung. Dann kündigte der Wirt, und ein Jahr später übernahm ein Trägerverein das Haus als DGH. Nur so wurde es möglich, der Jugend die Räumlichkeiten als größeren Teil der ehemaligen Wohnung überhaupt zur Verfügung zu stellen. „Wir wollten etwas für uns haben, einen Rückzugsraum“, begründet Eilza die erfolgreiche Initiative und fügt halb scherzhaft hinzu: „Damit wir vor den Eltern fliehen können.“

So sehen das auch Sophia-Celine Wallmer (17), David Sußebachn (17), Philo Bölling (14), Ben Rohrhirsch (15) und Michael Sußebach (16), die zusammen mit Eliza am Donnerstag die Räumlichkeiten besichtigten. Dabei – so sind sich die Schülerinnen und Schüler einig – hätten sie aber auch an jene gedacht, die nach ihnen die Räume nutzen wollten. In die Vereinskasse zahlen die Jugendlichen monatlich zwei Euro, um irgendwann auch einmal gemeinsam Fahrten unternehmen zu können. 

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