Abschlussveranstaltung in der Aula der Beruflichen Schulen Witzenhausen

Programm „Energiesparen im Focus“ bringt fünf Menschen Arbeit

Einer der Teilnehmer: Jürgen Münsher (links) erklärt Schülern der Gelstertalschule in Hundelshausen die Unterschiede bei Glühlampen. Fotos:  Bülau

Witzenhausen. Vor über zwei Jahren startete das Arbeitsmarktprogramm „Energiesparen im Focus" des Hessischen Sozialministeriums und der Europäischen Union im Werra-Meißner-Kreis.

Angeregt worden war das Projekt vom Kreis, die Volkshochschule, Jugend, Freizeit Werra-Meißner sorgte schließlich für die Umsetzung. Zwölf sozial benachteiligte Personen, die schon länger ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung waren, wurden bei diesem Modellprojekt als Energieberater geschult. Mit durchschlagendem Erfolg, wie sich nun bei der Abschlussveranstaltung in der Aula der Beruflichen Schulen zeigte.

2011 sei der Antrag an das Hessische Sozialministerium gestellt worden, dass der Werra-Meißner-Kreis eine von landesweit drei Optionskommunen wird, berichtete Landrat Stefan Reuß über die Anfänge des Projekts. Das habe zwar leider nicht geklappt, trotzdem wurde vom Hessischen Ministerium die Chance bewilligt, etwas voranzubringen. 2012 sei dann das Arbeitsmarktprogramm „Energiesparen im Focus“ bewilligt worden, sodass dieses zum 1. Januar 2013 starten konnte.

War bereits in sieben Schulen: Während des Projekts wurde eine Wanderausstellung erstellt.

Insgesamt wurde über eine halbe Million Euro investiert, so Dörte Ahrens,Referatsleiterin des Hessischen Sozialministeriums. Doch diese Ausgaben haben sich gelohnt: Von anfänglich zwölf Teilnehmern haben mittlerweile fünf den Sprung in ein Anstellungsverhältnis geschafft. Weitere drei wurden verrentet, ein Teilnehmer musste aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden.

Und auch die Ergebnisse, die erzielt wurden lassen sich sehen. So wurde unter anderem eine Wanderausstellung erarbeitet, die mittlerweile in sieben Schulen des Landkreises zu sehen war. Außerdem waren die Teilnehmer bei zwei Messen vertreten, es wurden Infostände organisiert, ein Internetauftritt und Rallyebögen erstellt und Flyer und eine Energiesparlektüre gedruckt. Insgesamt konnten dadurch 3065 Beratungsgespräche geführt werden.

Das Projekt wurde in zwei Phasen eingeteilt: Zunächst die Qualifizierung der Teilnehmer, die bis zum 31. Dezember 2013 andauerte. Dann wurden Beratungsgespräche geführt - ohne eine unterstützende Agentur, wie noch einmal betont wurde. Alle Materialien und Inhalte wurden während der Projektphase selbst erarbeitet.

So konnten die Energie-Guides unter anderem dafür sorgen, dass in einem Haushalt der Verbrauch von anfänglich 5500 Kilowattstunden auf hochgerechnet 2700.

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