Feierstunde in Witzenhausen

Engagiert für Kirche, Sport und Erntefest: Bundesverdienstkreuz für Oesterheld

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Strahlte nach der Auszeichnung: Peter Oesterheld (links) mit Staatsekretär Weinmeister.

Witzenhausen.Das Ehrenamt begleitet ihn ein ganzes Leben - der 70-Jährige Peter Oesterheld kann es nicht lassen, sich für die Allgemeinheit einzusetzen. Dafür erhielt er jetzt das Bundesverdienstkreuz.

Peter Oesterheld (70) begann als Schülerlotse, wurde Schulsprecher und leitete die Siedlerjugend. Aus ihr ging der Siedlersportverein (SSV) hervor. „Bete und arbeite“ – Dieser Leitspruch stehe über dem Lebenswerk von Oesterheld, sagte Laudator Gerhard Hilwig. Am Samstag wurde es mit der Verleihung des Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister gewürdigt. Im Rathaussaal hatten sich dafür neben der Familie Freunde und Weggefährten versammelt.

Kirche, Erntefest und Sport: Oesterhelds Engagement wird von drei Säulen geprägt – Vorsitzender des Kirchenvorstandes, 45 Jahre Mitglied im Erntefestausschuss und einer der ersten Kicker des SSV sowie Jugendwart. Seiner Idee ist auch das zur Tradition gewordene Fußballspiel zwischen Erntefestausschuss und einer Gastmannschaft zu verdanken. Seit 2011 engagiert sich der Senior auch bei den Glöcknern, einer Bürgergruppe, die sich für die Stadt einsetzt. Oesterheld habe stets Rat gewusst, wenn es irgendwo klemmte. Und er packte mit an, so bei der Sanierung des Corvinushauses, wie Hilwig hervorhob.

Staatssekretär Weinmeister würdigte den beruflichen Part von Peter Oesterheld. Er machte eine Dachdeckerlehre und schloss die Meisterprüfung ab. Mit knapp 23 Jahren machte er sich selbstständig – er war wohl jüngster Firmenchef der Branche im Land. Er bildete 40 Lehrlinge aus, durch sein Engagement wurden Arbeitsplätze geschaffen und Jugendlichen eine Perspektive eröffnet, lobte Weinmeister. Dass der 70-Jährige Beruf und Ehrenamt unter einen Hut gebracht habe, verdiene besonderen Respekt. 

Oesterheld habe vorbildliche Arbeit für die Gesellschaft geleistet, sagte Landrat Stefan Reuß. Bürgermeister Daniel Herz sprach von einer beeindruckenden Lebensleistung. Damit sei er ein großes Vorbild. Der Geehrte war sichtlich gerührt von so viel Lob und dankte Ehefrau Ingrid und seiner Familie: Sie habe ihm den Rücken freigehalten und das Engagement ermöglicht. Zwar ist Oesterheld seit 2013 Ruheständler. Doch in der Flüchtlingshilfe fand er eine neue, schöne Aufgabe. 

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