Polizei gibt Tipps

Enkeltrick in Witzenhausen: Betrügerin erbeutet 22.000 Euro

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22.000 Euro erbeuteten Unbekannte.

Mit dem Enkeltrick hat eine unbekannte Person am Freitag 22.000 Euro in Witzenhausen erbeutet. Das berichtet die Polizei.

Außerdem gab es am Donnerstag weitere Anrufe im Raum Witzenhausen. Bei einer 75-Jährigen meldete sich gegen 15.15 Uhr eine junge, weibliche Stimme und bat um 38.000 Euro - angeblich für die Zahlung von Verzugszinsen nach einer Kreditaufnahme. 

Die 75-Jährige glaubte der Anruferin zunächst, wurde aber bei den Details zur Abholung des Geldes stutzig, wie die Polizei berichtet. Nach dem Telefonat informierte die Seniorin die Polizei. Die Anruferin hatte angegeben, sich eine Stunde später erneut zu melden. Das geschah auch, sie erschien aber nicht am Wohnort. 

Ein 68-Jähriger aus Witzenhausen wurde ebenfalls angerufen, erkannte aber den Betrugsversuch. Auch bei ihm meldete sich eine Frau mit junger Stimme. 

Tipps der Polizei: So erkennen Sie den Enkeltrick 

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. 
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. 
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. 
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen. 
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen. 
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter 110. 
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern oder Löschen eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom. 
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.

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